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Archive für 4.2.2007
Die Vorteile ein Kleinkind zu stillen sind genauso groß wie im Säuglingsalter!
4.2.2007 von Brigitte Rondholz.
Die Vorteile ein Kleinkind zu stillen sind genauso groß und von der selben Art wie sie für Neugeborene gelten:
Leider gehören die WHO und andere große Organisationen nicht zu den fortschrittlichen Gruppierungen, aber immerhin empfehlen sie für allergische Kinder schon 2jähriges Stillen. Ärzteorganisationen sind der Totalausfall, da kann man schon froh sein, wenn sie den Segen des Stillen jetzt überhaupt anerkennen…
Elisabeth Hormann schreibt:
In traditionellen Kulturen werden Kinder 2-5 Jahre, in weltweitem Durchschnitt 4,2 Jahre gestillt! In solchen Kulturen ist Daumenlutschen unbekannt. Das „natürliche” Abstillalter Aus dem bisher Gesagten ist klar geworden, dass Muttermilch ihre Nahrungs- und immunologischen Werte behält, so lange sie produziert wird. Trotzdem muss die Stillbeziehung irgendwann zur Ende kommen - aber wann? Die Anthropologin Katherina Dettwyler hat versucht, durch kulturvergleichende Studien und durch Vergleiche der Säugetiere untereinander diese Frage in etwa zu beantworten. Ich werde hier auf die Vergleiche der Säugetiere verzichten - obwohl sie hoch interessant und überzeugend sind, und nur kulturenvergleichende Studien berücksichtigen. Auf ihrer Suche nach einem „hominiden Entwurf” (hominide blueprint) für das „natürliche” Abstillalter hat sie verschiedene Kriterien angeschaut:
Nach keinem der Kriterien würde ein Kind unter 2,3 Jahren abgestillt und die Grenzen reichen bis 6 Jahre für Mädchen und 7 Jahre für Jungen. Sechs Jahre übrigens ist der Zeitpunkt, wann das eigene Immunsystem des Kindes reif und eigenständig wird. Bis zu diesem Punkt, schreibt Dr. Dettwyler, können die Lymphokine in der Muttermilch die aktive Immunantwort - sowohl im Serum als auch sekretorisch - steigern (Dettwyler, 56). Und wenn die Kinder nach fester Nahrung verlangen?
Na, dann aber ran an die guten Sachen!
Dann sollte man täglich frische und saftige Früchte anbieten. Wichtig: Gerade auf die Tropenfrüchte sind wir geeicht. Und Kinder lieben sie sowieso sehr.

Ich schrieb in der Dezemberausgabe 2005 von “Natürlich Leben”einen Artikel zum Stillen von Kleinkindern:
Das naturgemäße Abstillalter
In anderen Kulturen stillten die Mütter länger, und in manchen Gegenden tun sie es auch heute noch. Bis in das frühe zwanzigste Jahrhundert stillten Mütter in China und Japan ihre Kinder bis zum Alter von vier bis fünf Jahren. Katherine A. Dettwyler, eine Anthropologin der Universität von Texas, hat die Kriterien des natürlichen Stillalters beim Menschen untersucht: „Bei dem Versuch, ein “natürliches” Abstillalter, unabhängig von gesellschaftlichen Beeinflussungen, zu bestimmen, erforschte sie, was über das Abstillalter bei Primaten und anderen Säugetieren bekannt ist (1994). Basierend auf den Kriterien, die zur Bestimmung des natürlichen Abstillalters anderer Säugetiere herangezogen wurden (Gewichtszunahme, das Verhältnis zur Größe des ausgewachsenen Tieres, das Verhältnis zur Tragzeit und zum Alter beim Durchbruch der bleibenden Zähne), berechnete sie, dass das entsprechende Abstillalter beim Menschen zwischen drei und sieben Jahren liegen müsse. Bei vielen Primaten werden die Jungtiere ziemlich genau zum Zeitpunkt des Durchbruchs des ersten bleibenden Backenzahnes abgestillt. Das ist beim Menschen mit ungefähr 5,5 bis 6 Jahren der Fall. Auch das Immunsystem des Kindes ist erst mit ungefähr 6 Jahren ausgereift.“ Aber heutzutage werden Mütter geradezu vom längeren Stillen abgehalten, teils durch subtile kulturelle Beeinflussungen, teils durch ökonomische Zwänge. Und wenn die amerikanische Akademie der Kinderärzte („American Academy of Pedeatrics“) eine Stillzeit von einem Jahr, und Unicef „zwei Jahre und darüber hinaus“ empfehlen, kann ich nur schmunzeln und diese Empfehlungen leider nur als sehr kleinen Schritt in die richtige Richtung sehen. Auch ist der oft zu lesende Nachsatz zum Stillen über die hierzulande übliche Zeitspanne hinaus: „ …wenn Mutter und Kind dies wünschen“, mehr als nur überflüssig. Natürlich wünscht sich ein Kind bis zum Ende der ihm zustehenden Stillzeit gestillt zu werden, wenn man es lässt! Und die Mütter sollten wieder ermutigt werden, dies als natürliches Bedürfnis anzuerkennen und sich dieser wundervollen und zutiefst befriedigenden Aufgabe keinesfalls verweigern.
Literatur:
http://aappolicy.aappublications.org/cgi/content/full/pediatrics;115/2/496%20 http://laleche.org/FAQ/advantagetoddler.html http://www.rabeneltern.org/stillen/wissenswertes/hormann1.shtml
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