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Jesus aus Nazareth und die ersten Christen waren Tierfreunde und Vegetarier
Ich möchte auf den gestrigen Leserbrief wie folgt antworten:
Liebe Elfriede,
es tut mir leid, wenn ich Deine religiösen Gefühle verletzt habe. Dies lag nicht in meiner Absicht, denn ich respektiere den Glauben von Menschen sehr.
Natürlich sind Katholiken keine Kannibalen, vielleicht sollte man es „metaphysischen Kannibalismus“ nennen?
Aber viele wissen offensichtlich auch nicht so recht, WAS sie da so glauben. Dazu gleich mehr.
Jesus möchte ich auch nicht beleidigen, denn Jesus aus Nazareth und die ersten Christen waren Tierfreunde und Vegetarier.
Cit: „Man macht sich keine Vorstellung, welch ein Vernichtungskampf gegen diese vegetarische Wahrheit im Christentum seit 2000 Jahren geführt worden ist”, schreibt der bekannte Theologe Carl Anders Skriver in seinem Buch Die Lebensweise Jesu und der ersten Christen (Lübeck 1973). So ist den meisten Menschen heute nicht mehr bekannt, dass Jesus und die ersten Urchristen auch Freunde der Tiere waren und auf Fleischnahrung verzichteten (siehe dazu Teil 1 und Teil 2 der Serie “Verheimlichte Quellen”). Nachfolgend einige ausgewählte Beispiele, wie diese Einsicht durch die Kirchen bekämpft wurde.“
/cit
Zur Transsubstantiation:
” Im christlich-katholischen Abendmahl verwandelt sich während des heiligsten Moments eines Gottesdienstes, der Wandlung, der Wein in das Blut und die Oblate in den Leib von Jesus Christus. Der Priester trinkt bzw. isst daher, stellvertretend für die Gemeinde, das Blut und das Fleisch des Herrn, um eins mit ihm zu werden. Diese leibliche Vereinigung - hier von Mensch und Gott - ist als Ausdruck der höchsten Form der Liebe zu werten. Diese Wandlung, als Transsubstantiation bezeichnet, entspricht dem Beschluss des 4. Laterankonzils im Jahr 1215 unter Papst Innozenz III. (1160-1216), das im Lateranpalast in Rom, dem Amtssitz der Päpste bis zum Jahr 1308, in Anwesenheit von über 1.200 Bischöfen und Äbten abgehalten wurde. Im Protestantismus dagegen wird diese Handlung nur als eine symbolische Wandlung angesehen.”
Die römisch-katholische Kirche hat die Transsubstantiationslehre im 4. Laterankonzil 1215 zum Dogmar erhoben!
Sie bekennt die Verwandlung der Substanzen von Brot und Wein in den realen Leib und das Blut Jesu Christi durch die vom Priester gesprochenen Wandlungsworte. Im Konzil von Trient: „ Wenn das Konzil von Trient die Messe ein Gedächtnis des Kreuzesopfers nennt, so bedeutet dies nicht, daß sie eine bloße Erinnerungsfeier an das Kreuzesopfer ist. Wer sagt, in der Messe werde Gott nicht ein wirkliches und eigentliches Opfer dargebracht, oder die Opferhandlung bestehe in nichts anderem, als dass uns Christus zur Speise gereicht werde: der sei (aus der Kirche) ausgeschlossen. (DH 1751)“
Religiöse Rituale gibt es ja nicht nur im Christentum. “Kuru” wurde in Neuguinea durch ein mittlerweile verbotenes religiöses Ritual übertragen, bei dem die Hirne verstorbener Sippenmitglieder verspeist wurden. (Bei Kuru handelt es sich um eine Prionenkrankheit, die im 20. Jahrhundert epidemieartig beim Stamm der Fore in Papua-Neuguinea und in geringerem Ausmaß bei einigen Nachbarstämmen auftrat.)
Zu Deinem Bibelzitat:
Ich halte mich eher an:
Genesis/1. Mose, Kapitel 1 Vers 29 ff Und Gott sprach: Sehet da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise. 30 Aber allen Tieren auf Erden und allen Vögeln unter dem Himmel und allem Gewürm, das auf Erden lebt, habe ich alles grüne Kraut zur Nahrung gegeben. Und es geschah so. 31 Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.
Genesis 9 stammt aus Zeit nach der Sintflut. Da meinte es “der Herr” offensichtlich nicht mehr so gut mit den Seinen …
Und auch nicht mit den Tieren. Warum bloß wollte er “Furcht und Schrecken” vor den Menschen auf alle Tiere der Erde legen??
Das ist doch irre.