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Archive für 1.10.2009
Immer mehr Menschen sagen: Fleisch? Nein, danke!
1.10.2009 von Brigitte Rondholz.
Warum eigentlich kein Fleisch? Nun, dafür gibt es viele Gründe (nicht nur am heutigen Welt-Vegetariertag) - ein paar gute könnt Ihr hier sehen:
Dass wir von Haus aus keine Fleischfresser oder “Jäger” sind, ist auch wissenschaftlich gut belegt:
Und hier ein Erfahrungsbericht von einer Frau, die auf ihrem Weg so einige Hürden zu nehmen hatte, irgendwann sogar dem Instinkto-WAHN aufgesessen war und dann doch noch klug wurde. Meine allerherzlichsten Glückwünsche dazu, denn es gelingt nicht allen, sich aus diesem Gespinst aus Halbwahrheiten und Einbildungen zu befreien!
Hier ihr Bericht:
Von der Rohkost zur Urkost
Ich bin durch die Hölle gegangen, um zu erkennen, dass irren nicht nur menschlich, sondern auch tödlich ist, wenn der Irrglaube nicht aufgegeben wird.
Im Grunde fing alles ganz harmlos vor über 15 Jahren an. Über fit for life kam ich immer mehr zur veganen Rohkost und praktizierte diese über viele Jahre. Neben vielen Salaten und Obst machte ich mir täglich literweise Obst- und Gemüsesäfte. In Kombination mit meiner vielen Bewegung als Fitness Studiobesitzerin und Trainerin klappte dies recht gut. Bis…
Ich erlitt einige emotionale Schläge, die ich nicht so einfach wegstecken konnte, was spielt schlussendlich keine Rolle mehr, habe dies oft genug durchgekaut. Auf jeden Fall wurde ich kränker und kränker, die Qualität meiner Ernährung ließ nach (was mir damals jedoch nicht wirklich bewusst war) und der Stress stiegt an.
Ich brach mit der veganen Rohkost und praktizierte fast ein Jahr Instincto, überlebte eine Fischvergiftung und machte die Erfahrung von Hochphasen durch den Genuss von Fisch. So muss es sein, wenn man Drogen nimmt. Auch tat es mir gut, zu einer Gruppe zu gehören. Geprägt durch meine Kindheit hatte ich da ein sehr großes Defizit. Ich nahm zu wurde jedoch stutzig, als ich anfing „Schlacken“ einzulagern. So etwas wie Cellulite kannte ich nicht. Ein erfahrener Instincto meinte, dies sei Entgiftung. Der Besuch mehrer Rohkosttreffen ließ mich wieder Abstand nehmen von dieser Ernährung und ich verfiel nach vielen Jahren wieder der Kochkost.
Ich resignierte und wusste nicht was tun. So fand ich meinen Weg zur vegetarischen Rohkost, zunächst mit Rohmilchkäse, dann mit Budwigquark und schlussendlich wieder Rohmilchkäse. Diese praktizierte ich über 2 Jahre.Es ging mir nicht gut, nicht schlecht, so wie den meisten eben, aber…
Im Frühjahr 2008 fing meine rechter Schulter an zu schmerzen und ich konnte sie nicht mehr so ganz bewegen. Gut ich arbeitete auf dem Acker und massierte in einer Freizeitanlage, dies mag wohl auch eine Rolle gespielt haben. Als jedoch auch mein Mann Schulterschmerzen bekam und dies immer nach dem Genuss von Rohmilchkäse, setzte ich diesen ab. Mittlerweile hatte meine Verschlackung weiterzugenommen und ich auch. Es war noch immer ok, laut der „Normalesser“, aber nicht für mich.
Meine Schulterschmerzen verschlimmerten sich so sehr, dass ich Ende April meine Arbeit aufgab. Zum Glück hatten wir seit 4 Wochen unseren eigenen Bio Obst- und Gemüsemarkt, sonst wären wir finanziell sehr aufgeschmissen gewesen. Ich wurde nachts alle Stunde vor Schmerzen wach. Was habe ich nicht alles an alternativen Therapien versucht, kaum Besserung. Erst als mir Anfang Juli beim Essen die Gabel aus der Hand fiel, kam mir der Gedanke, dass ich alles in meinem Leben verändert hatte, außer meiner Ernährung. Gut ich aß 80 % roh, den Rest Gemüse, etwas Brot, etwas Schokolade, mal ein paar Nudeln, doch offensichtlich reichte das nicht für meine Heilung. Ich ging ganz zur veganen Rohkost zurück, nahm 2 kg ab und es ging etwas besser, doch meine Schulter besserte sich kaum.
Nach fünf Wochen konsequenter Rohkost, die mir eigentlich schmeckte, verfiel ich für ein paar Tage wieder Brot und Schokolade. Aus Frust. Ich wusste mir einfach keinen Rat mehr. In meiner Verzweiflung streifte ich viele Stunden durch die Wälder und zupfte an den Blätter rum, aß einige, aß etwas Brennnessel, aß mehr Brennnessel, aß sehr viele Brennnessel und es wurde etwas besser. Eines nachts wachte ich auf und wusste ich musste nun auch auf den angemachten Salat (Salz) verzichten.
Im Grunde war ich jetzt bei der Urkost angelangt, ohne es genau zu merken und was soll ich sagen. Innerhalb einer Woche hatten sich die Schmerzen in meiner Schulter um 50 % reduziert und ich hatte 2,5 kg abgenommen. Ich meldete mich beim Bund für Gesundheit an, musste aber wegen Urlaub noch zwei Wochen auf den großen Konz warten. Pünktlich zum Start meines Erdfasten hielt ich ihn in meinen Händen und lass jeden Tag darin. Ich konnte nur mit dem Kopf schütteln und mir immer wieder die Frage stellen: „Wieso hast du alles an Rohkostliteratur gelesen, nur dieses Buch nicht?“
Ja was soll ich sagen, ich habe das Fasten überlebt, allerdings am 6. Tag abgebrochen. Warum? Darüber berichte ich in meinem Bericht „Erdfasten“.
Soweit der beeindruckende Bericht.
Urkost vom feinsten, was gibt es Besseres?
Dazu passend diese Zuschrift:
“Liebe Brigitte,
ich stehe voll und ganz hinter der Urkost. Meine Ernährungsumstellung war erfolgreich, und ich habe schon 2 kg zugenommen.
Ich möchte Dir nochmals herzlich danken für Deine liebenswürdige Gastfreundschaft und Empfehlungen. Von Herzen grüßt Dich Deine J.”
Ja, auch Zunehmen ist sehr gut möglich - ganz nach Bedarf!
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