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Archive für 6.12.2009

Alles Liebe zum Nikolaus!

Wenn es dunkel wird, kommt er nachher ins Haus und lädt seine Geschenke ab. Was für eine schöne Sitte! Und die leuchtenden Kinderaugen und die erstaunten Gesichter, wie viel dieser Mann doch von einem weiß.

Mit Apfel, Nuss und Mandelkern lässt es sich trefflich feiern:

Und wer will, kann von den Pralinen naschen, die ich gestern abend zubereitete. (Im Hintergrund, die noch druckfrische “Natürlich Leben!”)  In beiden ist NUR Gutes drin und dran:

Für die Kinder gibt es herrliche Gedichte zum Aufsagen:

Holler boller Rumpelsack,
Niklaus trug sie huckepack,
Weihnachtsnüsse gelb und braun,
runzlig punzlig anzuschaun.
knackt die Schale springt der Kern,
Weihnachtsnüsse eß ich gern.
komm bald wieder in dies Haus,
guter alter Nikolaus.

+++++

Nikolaus, du heiliger Mann,
zieh den schönsten Mantel an!
Fahr mit mir nach Rotterdam,
von Rotterdam nach Westen!
Kauf Äpfel, von den Besten
Birnen von dem Birnenbaum
Und ein Säckchen Pflaum’.

Und für die Großen jedes Jahr wieder DER Knüller zum Nachdenken:

Weihnachtsgedicht
von Loriot

Es blaut die Nacht, die Sternlein blinken
Schneeflöcklein leis’ herniedersinken.
Auf Edeltännleins grünem Wipfel
häuft sich ein kleiner, weißer Zipfel.
Und dort, vom Fenster her, durchbricht
den dunklen Tann ein warmes Licht.
Im Forsthaus kniet bei Kerzenschimmer
die Försterin im Herrenzimmer.
In dieser wunderschönen Nacht
hat sie den Förster umgebracht.
Er war ihr bei des Heimes Pflege
seit langer Zeit schon sehr im Wege.
Drum kam sie mit sich überein:
Am Niklasabend muß es sein.
Und als das Rehlein ging zur Ruh’
das Häslein tat die Augen zu,
erlegte sie – direkt von vorn -
den Gatten über Kimm’ und Korn.
Vom Knall geweckt rümpft nur der Hase
zwei, drei, viermal die Schnuppernase
und ruhet weiter süß im Dunkeln
derweil die Sterne traulich funkeln.
Und in der guten Stube drinnen,
da läuft des Försters Blut von hinnen.
Nun muß die Försterin sich eilen,
den Gatten sauber zu zerteilen.
Schnell hat sie ihn bis auf die Knochen
nach Waidmannssitte aufgebrochen.
Voll Sorgfalt legt sie Glied auf Glied,
was der Gemahl bisher vermied,
behält ein Teil Filet zurück
als festtägliches Bratenstück
und packt darauf – es geht auf vier -
die Reste in Geschenkpapier.
Da tönt’s von fern wie Silberschellen,
im Dorfe hört man Hunde bellen.
Wer ist’s, der in so später Nacht
im Schnee noch seine Runden macht?
Knecht Ruprecht kommt mit goldnem Schlitten
auf einem Hirsch herangeritten.
„He, gute Frau, habt Ihr noch Sachen,
die armen Menschen Freude machen?“
Des Försters Haus ist tief verschneit,
doch seine Frau ist schon bereit:
„Die sechs Pakete, heilger Mann,
’s ist alles, was ich geben kann.“
Die Silberschellen klingen leise,
Knecht Ruprecht macht sich auf die Reise.
Im Försterhaus die Kerze brennt,
ein Sternlein blinkt – es ist Advent!

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