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Archive für 18.1.2010

Endlich sind wir ganz normale Menschen, sprich: Urköstler!

Wieder erreichte mich ein lieber Leserbrief, der mich erfreute und der vielleicht für die Anfänger unter Euch lehrreich und (hoffentlich) inspirierend ist:

“”Liebe Brigitte,

nun hamwas!!!!

Am Neujahr haben wir feierlich unsere Töpfe und den Brotkasten in den Keller getragen und seitdem sind wir alle drei (!) endlich ganz normale Menschen, sprich Urköstler.

(Einen Topf haben wir doch noch benutzt: für den Schneemann auf den Kopf ;-)

Nach drei Monaten Übergangszeit und Erfahrungen sammeln ist für uns alle drei die Zeit voll und ganz reif geworden. So konnte man anfänglich bei Raphael Sätze hören wie: “Wenn Raphael groß ist, isst er auch kein Brot mehr.” und ” Raphael lernt auch Durian essen!” Nun demnach ist das Kind bereits groß, denn es isst kein Brot mehr (ab und zu mal das getrocknete Essener Brot, das wir inzwischen in vielen schmackhaften Wildkräuter-Varianten selber machen) und Durian gehört auch zu seinem Repertoire (als “Durian-Schiffchen”, d.h. in der Höhle von einer rohen Cashew-Nuss ist ein Stückche Durian drin).

Am schönsten ist es aber, dieses sowieso schon so zufriedene Kind, voll und ganz glücklich zu sehen. Wie heute morgen, als er dann nach 1 und 1/2 Pagoden mit einer ganzen reifen Mango sich den Mund abschleckt, überglücklich seufzt und sagt: “Mmmmmmmmmmmmmmm, Mama” und aus diesem Gefühl der glücklichen befriedigten Sättigung die Mama an sich drückt. Wie berührend die Urkost sein kann…

Sowohl seine Verdauungsbeschwerden als auch die Blässe gehören längst der Vergangenheit an (Gott und seiner weisen Schöpfung sei dank!!!) und laut dem Kinderarzt-Besuch vom Dezember ist er jetzt mit allen Werten auf Mittellinie (97 cm/ 15,5 kg).

Lustig war, dass wir seit der Umstellung nicht da waren, was anscheinend in einer (auch wenn antroposophischen Praxis) während der “Grippe-Zeit” unüblich ist. Jedenfalls wurden wir gefragt, ob wir den zwischenzeitlich bei einem anderen Kinderarzt gewesen wären, weil wir uns soooo lange haben nicht blicken lassen . . . hihihihi, von der Umstellung habe ich nichts erzählt, die Ergebnisse zeigen ein gesundes Kind und gut ist.

Aber ich gehe bei unserer Vorgeschichte schon ab und zu hin, so sind alle zufrieden (inkl. der Oma und dem Opa, die an Weihnachten über Raphaels Appetit mit den Ohren schlackerten…) Übrigens: er ist der Mango-Man geblieben.

Ansonsten haben sich viele neue spannende Perspektiven eröffnet: als wir im November in der Slowakei waren (ich habe Reiki unterrichtet), haben wir neben gaaaanz viel Schafgabe (mein Lieblingskraut!!!) auch rohköstliche Leckereien in einem Bioladen entdeckt.

Schon jetzt sind wir aber fast Naturschläfer und das wollen wir ausbauen und unsere neu gewonnene Zeit nutzen, um auch das Naturtraining zu integrieren. Da haben wir bisher nur wenig gemacht, das brachte trotzdem schon super Erfolge.

Nun folgt nur noch die (auf der Grundlage von Deinem und Lauris Torte entwickelte) Wintertraum-Torte von Zuzana (auch von Normalos als “sehr schmackhaft” getestet):

Tortenboden1

Untere Schicht: Avocados und Bananen zerdrücken, mit gemahlenen Nüssen (können auch Mandeln oder eingeweichte mit paar Datteln vermahlene und ausgedrückte Erdmandeln sein, die Flüssigkeit trinkt man als “Erdmandelmilch”) nach Wahl vermischen bis die Konsistenz fester ist


Tortenboden 2/

Obere Schicht: Bananen zerdrücken, mit Kokosraspeln vermischen, dazu getrocknete soft Datteln (z.B. Bahri), frisch ausgepresster Orangensaft und gemahlene getrocknete Orangenschale (Datteln, Saft und gemahlene Orangenschale in Mixer püriert)
1/2 Tag im Kühlschrank (oder über Nacht) stehen lassen.

Deko:

In Scheiben geschnittene Bananen im Kreis legen und Granatapfelkerne drüber streuen, von der Seite Kokosraspeln “ankleben” (so sieht man die etwas nachgedunkelte Schicht nicht)

Für eine 26cm-Form brauche ich ca. 3 Avocados + 2 Bananen + 400g gemahlene Nüsse (Schicht 1), 4 Bananen+ 300g Kokosraspeln + 10 kleine Bahri-soft-Datteln, 1 Orange für Saft und 2 TL gemahlene selbtst getrocknete Orangenschale (Schicht 2), 3-4 Bananen und 1 Granatapfel für die Deko

Für heute alles alles Liebe aus Bremen und eine große Umarmung für Deine fabelhafte Begleitung - nicht nur im Seminar!!!

Z. und E.  & Raphael

P.S. anbei: unsere Nesselstelle im Schnee - köstlich!!!!

Übrigens: wenn ich nicht genug frische (!) Wildkräuter esse, bekomme ich trockene und rissige Haut an den Händen, so bin ich auf die Idee gekommen, unterm Schnee zu graben. :-)

P.P.S. Ich habe ein Liederbuch gefunden, dass der Urkost-Lebensweise sehr nahe kommt: es heißt “Lieder aus der Natur” und ist von Dorothee Kreusch-Jacob herausgegeben. Das Buch ist leider vergriffen (ich habe für mein Exemplar 45 Euro als Liebhaberin bezahlt und bereue es nicht), eins der schönsten Lieder kann man aber auch als i-tune kaufen. Es heißt: Ich habe einen Freund (und weiter geht’ s mit:“Ich habe einen Traum, mein Freund das ist der Apfelbaum!“)

Ich freue mich mit euch!

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