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Archive für 28.2.2010
Neophobie? Keine Angst vor himmlischer Urkost!
28.2.2010 von Brigitte Rondholz.
Gestern auf einem großen Familienfest und heute am Sonntag gab es wieder so viele himmlische Genüsse …
… sodass ich mich wieder einmal fragte, warum gibt es so viele Phobien gegenüber der einzig menschenartgerechten Kost?
Eine mögliche Antwort könnte hier liegen. Dieter brachte die
Neophobie ins Spiel, die ich zwar kannte, aber in diesem Lichte noch nie betrachtet hatte.
Bei Maischberger allerdings war es schon mehr als eine witzige Randnotiz, dass der gleiche Mann, der die „Ängste“ der Menschen als größten Buhmann in einer gesunden Ernährung entlarven wollte, eine von einem Amerikaner erfundene Diagnose für alle Menschen, die sich mit gesunder Ernährung beschäftigen, in den Raum stellte, die gerade *Angst* als Hintergrundmotiv beschreibt :
Sicherlich sind wir Urköstler in Bezug auf die uns Menschen zugedachte Nahrung gut informiert, aber zwanghaft ist dies mit Sicherheit nicht! Neben einer uns gesund erhaltenden Ernährung kommt es uns auch darauf an, Tierleid zu vermeiden. Wer dies und die Urkost einmal gelernt und verinnerlicht hat, muss sich nicht mehr ängstlich mit „Inhaltsstoffen“ auseinandersetzen, er lebt es einfach und zwanglos, weil es eine “Glücklich-mach-Kost” ist – und genau dies scheint mächtige Kreise zu stören.
Generell muss man sich schon fragen, was das ist, dass sogenannte „Fachleute“ vor unserer herrlichen Frischkost „warnen“? Warum scheinen sich einige Menschen geradezu vor der Rohkost zu fürchten oder sie für gefährlich halten?
Es ist gesicherte Erkenntnis, dass frühkindliche Prägungen sehr stark und nachhaltig wirken, und wenn jemand immer nur Muttis tolle Kochkostküche kannte, fällt es ihm erst einmal schwer, davon zu lassen. Die Liebe und Bindung zur Mutter sind so tiefgreifend, dass ein Abwenden von den von ihr erlernten Gewohnheiten, vielen geradezu wie eine „Revolution“ oder “Ketzerei” vorkäme.
.
Aber es gibt - abgesehen von anfangs doch ganz normalen Bedenken -, eine regelrechte Phobie vor neuen Dingen, welche auch einen Namen hat:
Neophobie
Die Neophobie gehört zu den spezifischen Phobien und bezeichnet die krankhafte Furcht vor Neuem bzw. Neuerungen, also unbekannten Situationen, Orten, Anforderungen, Personen, etc.
Es gibt - abgesehen von anfangs doch ganz normalen Bedenken -, eine regelrechte Phobie vor neuen Dingen, welche auch einen Namen hat:
„Die Nahrungsmittel-Neophobie“
Die Angst vor Neuem beeinträchtigt offensichtlich nicht nur die Psyche, sondern auch den Körper: Amerikanische Forscher haben neophobe Ratten Verhaltenstests unterzogen und ihre Reaktion mit jenem von normalen Artgenossen verglichen. Das Ergebnis: Erstere reagierten in unbekannten Umwelten mit einer gesteigerten Produktion von Stresshormonen. Langfristig wirkt sich das auch auf die Lebenserwartung aus. Die furchtsamen Nager wiesen ein um 60 Prozent erhöhtes Sterberisiko auf.
So wurden bei Laborratten in der frühen Jugend festgestelltes neophobes gegenüber neophilem Verhalten in unterschiedlichen Umgebungen über die gesamte Lebenszeit weiter beobachtet und dabei festgestellt, dass (männliche) neophobe Ratten im Durchschnitt 599 Tage lebten, während die mittlere Überlebenszeit bei neophilen Ratten 701 Tage betrug; während nach 840 Tagen alle neophoben Ratten gestorben waren, betrug die maximale Überlebenszeit bei neophilen Ratten 1.026 Tage. Diese Unterschiede können wohl auf erhöhte Plasmaspiegel an Kortikosteroiden zurückgeführt werden.
Wie Sonia Cavigelli und Martha McClintock von der University of Chicago berichten, sind ähnliche physiologische Reaktionen auch bei neophoben Menschen bekannt.
Quelle: Cavigelli SA, McClintock MK: Fear of novelty in infant rats predicts adult corticosterone dynamics and an early death. Proc Natl Acad Sci U S A. 100(26):16131-16136 (2003).
(Ich werde über dieses Phänomen und wie und ob es auf Menschen übertragbar ist, noch gesondert demnächst schreiben, wahrscheinlich in der nächsten NL!)
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Peta enthüllt: Undercover Schlachthof-Video enthüllt Tierqual in BIO-Vorzeige-Schlachterei
28.2.2010 von Brigitte Rondholz.
Ach, liebe Freunde, es ist alles noch viel schlimmer, als wir normal empfindenden Menschen es uns überhaupt nur vorstellen können.
Viele Menschen verfallen ja dem Irrtum: Wenigstens BIO muss es sein … und sehen sich damit auf der moralisch sicheren Seite.
Weit gefehlt!
Peta enthüllt:
Undercover Schlachthof-Video: Todesschreie der Tiere
Erschütterndes Filmmaterial aus angeblicher Vorzeige-Bio-Schlachterei in Baden-Württemberg
Ein Undercover-Ermittler konnte ganz offiziell Filmaufnahmen in einem Vorzeige-Bio-Schlachthof in Baden-Württemberg machen. Das Video-Material gab er jetzt an PETA Deutschland weiter. Es zeigt in erschütternden Bildern und Tönen, wie für Millionen von Schweinen und Kühen die letzten Stunden ihres Lebens ablaufen.
Es ist die Hölle auf Erden!!
Es wurde Anzeige wegen Tierquälerei erstattet, aber das Grundübel wird man dadurch nicht beseitigen:
Zum Undercover Schlachthof-Video - Hier klicken nur die Tapferen!
Reinhard Mey schrieb folgendes Lied (danke Jana!)
Die Würde des Schweins ist unantastbar!
In einer engen Box war es,
Auf Beton, unstandesgemäß,
Daß sie die Glühbirne der Welt entdeckte.
Sie war das Ferkel Nummer vier,
Drei andre lagen über ihr.
So ein Gedränge, daß sie fast erstickte!
Schon nach zwei Wochen Säugakkord
Kam jemand und nahm Mutter fort,
Doch noch als die Erinn‘rung schon verblaßt war,
Fielen manchmal dem jungen Schwein
Der Mutter Worte wieder ein:
„Die Würde des Schweins ist unantastbar!“
Der Kerker wurde ihr Zuhaus‘.
An einem Fleck tagein, taugaus.
Und immer im eigenen Dreck rumsitzen.
Die feine Nase, der Gestank!
Sie wurde traurig, wurde krank,
Und als sie sehr krank wurde, gab es Spritzen.
Sie wurd‘ zum Decken kommandiert, –
Das hat sie niemals akzeptiert,
Daß Schweinesein nur Ferkelzucht und Mast war:
Und wenn man ihren Wille brach,
Dachte sie dran, die Mutter sprach:
„Die Würde des Schweins ist unantastbar!“
Dann fuhr der Viehtransporter vor,
Man packte sie an Schwanz und Ohr
Zusammen mit ihren Leidensgenossen.
Die zitterten und quiekten bang
Und fuhr‘n und standen stundenlang,
Viel enger noch als üblich eingeschlossen.
Das Schwein ist schlau, so ahnt es schon
Die tragische Situation.
Sie wußte, daß dies ihre letzte Rast war.
Sie hat den Schlachthof gleich erkannt,
Und sie ging ohne Widerstand.
Die Würde des Schweins ist unantastbar!
Sie hat den Himmel nie gesehn,
Durft‘ nie auf einer Weide stehn,
Hat nie auf trockenem, frischem Stroh gesessen.
Sie hat sich nie im Schlamm gesuhlt,
Freudig gepaart und eingekuhlt –
Wie könnte ich dies Häufchen Elend essen?
Die Speisekarte in der Hand
Seh‘ ich über den Tellerrand
Und kann die Bilder wohl nie vergessen.
Ich möchte nicht, du armes Schwein,
An deinem Leid mitschuldig sein,
Weil ich in diesem Restaurant zu Gast war.
Und ich bestell‘ von nun an wohl
Den überback‘nen Blumenkohl.
Die Würde des Schweins ist unantastbar!
Hier der Song, ohne Video aber mit Musik
http://www.youtube.com/watch?v=95-DfcQspGc
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