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Sie befinden sich aktuell in den Archiven des Blogs Urkost-Blog zur Urkost des Menschen - einfach, vegan und schön! für April, 2010.

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Archive für April 2010

Beifuß


Er gehört mit zu meinen Lieblings-Wildpflanzen:

Der Beifuß (Artemisia vulgaris ) aus der Familie der Korbblütengewächse. Zaghaft drängt er nun überall ans Licht:


Ihr könnt ihn gut an den noch vom letzten Jahr stehen gebliebenen Samenständen erkennen. Zu ihren Füßen wachsen die neuen Blätter heran::

Beifuss war früher eine der wichtigsten und heiligsten Heilpflanzen.

In der Naturheilkunde setzt man den Beifuß unter anderem bei geschädigten Nerven, Rastlosigkeit, Depressionen, Schlaflosigkeit, Schüttelfrost und Fieber, als Wurmmittel gegen diverse Darmparasiten, sowie allerlei Frauenleiden, wie Wechseljahrsbeschwerden ein, die wir Urkostfrauen allerdings nicht kennen.

Aber er schmeckt einfach gut! :-)


Ihre Heilkraft ist immer verbunden mit ihrer antibakteriellen und entspannenden Wirkung, das bedeutet schützend und reinigend im organischen Bereich und im übertragenen Sinn.

In der germanischen Mythologie zählte der Beifuß zu den “neun heiligen Kräutern”, welche Odin (der Götterkönig) den Menschen geschenkt hat.

Es wird auch erzählt, dass sich die alten Römer bei langen Wanderungen Beifuß in die Sandalen gesteckt hätten, um Fußschmerzen vorzubeugen.

In der Antike und im Mittelalter galt der Beifuß zudem als Hexenkraut. Verhexte Milch sollte sich angeblich mit Hilfe von Beifuß entzaubern lassen.

Nun denn - heute frönen immer noch viel zu viele Menschen dem Aberglauben, dass Pillen aus der Pharmaindustrie helfen können. Jede Zeit hat ihre eigenen Dummheiten.

Quellen:

http://www.awl.ch/heilpflanzen/artemisia_vulgaris/index.htm

http://www.kraeuter-verzeichnis.de/kraeuter/beifuss-neu.htm

http://www.awl.ch/heilpflanzen/artemisia_vulgaris/index.htm

Sittsam, bescheiden und rein

Ja, es könnte von mir die Rede sein … :-)

…aber ich spreche von Viola odorata, dem duftenden Märzveilchen, welches mich immer im Frühling so erfreut:

.

Inspiriert wurde ich von
Tine Taufrisch, die wieder einiges Gutes an die Zuschauer von SWR3 brachte. Auf die Idee, das liebliche Veilchen in Essig einzulegen, käme ich allerdings nicht, aber  der allerletzte Hinweis von ihr in der Sendung hatte was! :-)

Ich persönlich habe allerdings eine etwas andere Beziehung zu diesem filigranen Juwel des Frühlings.

Bei uns ist es nicht so häufig zu sehen und so verschone ich es und betrachte es in seiner lieblichen Schönheit mehr als Wohltat für die Augen. Es gibt ja so vieles andere Schöne zum Essen.

Wer kennt sie nicht, die Verse aus unseren etwas angestaubten Poesiealben(siehe Titel!):

Dem kleinen Veilchen gleich,
das im Verborgenen blüht;
Sei immer fromm und gut,
auch wenn dich niemand sieht

Sei wie das Veilchen im Moose,
bescheiden, sittsam und rein
und nicht wie die stolze Rose,
die immer bewundert will sein.

Sei nicht wie das Veilchen im Moose:
sittsam, bescheiden und rein.
Du kannst ruhig wie die Rose
ein bisschen stachelig sein.

Ein Häuschen aus Rosen,
aus Veilchen die Tür.
Ein Herz voller Liebe,
das wünsch ich dir!

So bescheiden wie die Veilchen im Grase stehn,
so bescheiden sollst du durchs Leben gehn.

In der Antike war das Veilchen sogar eine heilige Blume. Es war dem Gott Pan geweiht und zu Ehren des Saturn wurden Veilchenkränze auf dem Kopf getragen.

Schon Hippokrates hat das Veilchen für allerlei Beschwerden eingesetzt, unter anderem gegen Sehstörungen, Kopfschmerzen und Melancholie.

Freud soll - wie könnte es anders sein - ein Sexsymbol im Veilchen gesehen haben *augenroll*

Nun ja, Napoleon trug in einem goldenen Amulett getrocknete Veilchen. Veilchen sollen die Lieblingsblumen seiner ersten Frau Josephine gewesen sein und ein Symbol für die Beziehung zu ihr. Vielleicht lag es am lieblichen Duft?

Shakespeare lässt Ophelia durch ihren Bruder vor der Liebe Hamlets so warnen:

Ein Veilchen in der Jugend der Natur,
Frühzeitig, nicht beständig - süß, nicht dauernd,
Nur Duft und Labsal eines Augenblicks;
Nichts weiter.

Innerhalb der Familie der Veilchengewächse (Violaceae) ist die Gattung Veilchen (Viola) mit rund 500 verschiedenen Arten die größte. Ob in den Tropen, in der gemäßigten Zone der Erde oder in Feuerland, Veilchen sind überall.

Da gibt es sogar eine Art, die ohne Schaden auf stark schwermetallhaltigen Böden wächst, das gelb blühende Galmeiveilchen (Viola calaminaria). Durch besondere Engiftungsmechanismen im Stoffwechsel transportiert das zarte Pflänzchen die aufgenommenen Schwermetalle wie zum Beispiel Blei in bestimmte Zellorganelle, wo sie deponiert werden und den Lebensvorgängen der Pflanze nicht mehr schaden können.

Ist das nicht großartig? Wenn das kleine Veilchen das kann, dann können wir das auch, gell?!

Und der Dichterfürst schrieb witzig über das Veilchen:

Das Veilchen

Ein Veilchen auf der Wiese stand
Gebückt in sich und unbekannt;
Es war ein herzig’s Veilchen.
Da kam eine junge Schäferin,
Mit leichtem Schritt und munterm Sinn,
Daher, daher,
Die Wiese her, und sang.

“Ach!” denkt das Veilchen, “wär’ ich nur
Die schönste Blume der Natur,
Ach, nur ein kleines Weilchen,
Bis mich das Liebchen abgepflückt
Und an dem Busen matt gedrückt!
Ach nur, ach nur
Ein Viertelstündchen lang!”

Ach! aber ach! das Mädchen kam
Und nicht in acht das Veilchen nahm,
Ertrat das arme Veilchen.
Es sank und starb und freut’ sich noch:
“Und sterb’ ich denn, so sterb’ ich doch
Durch sie, durch sie,
Zu ihren Füßen doch.”

Tja … so sind sie, die Mädels! ;-)

Aber das ist echte Hingabe!

Literatur:
“Delikatessen am Wegesrand” von Brigitte Klemme und Dirk Holtermann
ISBN: 3-925691-27-8

Einheimische und preiswerte Genüsse

Jetzt ist sie wieder da, die leckere Spargelzeit (liebste Mary aufgepasst! ;-) ):

Einfach, preiswert, gesund und lecker. Die Spargelmahlzeit hat mich 5 Euro gekostet. (Kilopreis 12,95 im Bioladen bei uns)

Inhaltsstoffe: Vitamine A, C, B-Vitamine, viel Eisen. Dazu Kalium, Kalzium, Phophor, Jod, Flavone und Saponine. Und seine spezielle Aminosäure, das “Asparagin”. In grünem Spargel zusätzlich Chloropyll, insgesamt mehr Biostoffe. Grüner Spargel hat einen höheren Gehalt an Mineralstoffen, Vitamin C, Carotinoiden und B-Vitaminen als weisser Spargel.

Die enthaltene Folsäure ist wichtig für die Zellverjüngung, die Blutbildung und die Hormonbildung. Spargel regt den Stoffwechsel und die Nierentätigkeit an und wirkt entschlackend. Man bezeichnet den Spargel auch als »Polizist der Niere«. Spargel reinigt das Blut und unterstützt die Leber- und Lungenfunktion.
Quelle


Das macht Wangen rot und die ausgewogene Ernährung gibt uns schnell eine gesunde Bräune (Sonnenschutz von innen!) Vor der Urkost war ich “Sonnenallergikerin”!

Die liebe Brigitte Birth schrieb mir zu den Kosten der Urkost:

“Es ist so herrlich draußen und ich bin echt froh, dass ich mir finanziell
keine Gedanken machen muss, ob ich mir Bio leisten kann oder nicht. Bei
beiden Demeterhöfen hier in M. gibt es aber täglich so günstige,
abwechselnde Angebote, dass ich auch mit 5 € eine 5köpfige Familie einen Tag
versorgen kann. “Müsliäpfel” bieten die anderen an. Die sind klein, haben
manchmal kleine Druckstellen, schmecken aber hervorragend. Auch sie sind im
Preis sehr niedrig. Müsliäfpfel und Wildkräuter sind doch eine herrliche
Mischung. Ich denke, man muss oft einfach viel kreativer sein. Die Exoten
sind ja kein Muss und bleiben dann für die Festtage ein Leckerbissen.

Früher haben die Menschen übrigens für ihre Ernährung gut die Hälfte ihres
Einkommens ausgegeben, das wird häufig vergessen.

Schluss, ich gehe raus. Wünsche dir einen schönen Tag und ein noch schöneres
Wochenende
Deine Brigitte”

Ja, besten Dank für diesen Beitrag, der doch sehr beruhigend ist, oder? Ja, diese gestandenen “Hausfrauen” (ich weiß, dass Du noch viiiel mehr bist, meine Liebe … :-) ) mit ihrem Pragmatismus sind schon Gold wert, nicht?

Jetzt sprießt auch das Sternmoos wieder neu aus mit seinen wichtigen Inhaltsstoffen (Omega3 Fettsäuren):

Ich wiederhole es gerne noch einmal:

“Moose besitzen einen außergewöhnlich hohen Gehalt an Nährstoffen, sind reich an Vitamin A, D, E, F und K und enthalten viel Jod, Kalzium und Natrium.

Schaut euch die prächtigen Rentiere an, die ausgewachsen rund 120 cm hoch und 200 cm lang sowie bis zu 320 kg schwer sind. Im Sommer fressen Rentiere Gräser und Moos. Im Winter graben sie mit den Hufen unter dem Schnee Moos hervor, das ihnen Saft und Kraft gibt. Nach heutiger Auffassung haben sich die Moose und Flechten vor langer Zeit, vor etwa 400 bis 450 Millionen Jahren, aus Grünalgen der Gezeitenzone entwickelt.

Das älteste Moos-Fossil, das Lebermoos, ist rund 350 Millionen Jahre alt. Weltweit kennt man über 25.000 Moosarten. Wie wenig weiß ich doch von diesen Schätzen der Natur! Auch diese Vielfalt gemahnt zur Ehrfurcht vor der Natur und verpflichtet zur Wahrung der Schöpfung.

Vielseitiges Moos – unsere Vorfahren wussten dies!

Moose haben auch antimikrobielle (fungizide und bakterizide) Wirkung.
Die Ureinwohner Südamerikas haben aus diesem Grund Salben daraus hergestellt und Wunden mit Moos wie ein Pflaster bedeckt.

Heute noch wird aus bestimmten Moos-Arten auch für Muggel Medizin gewonnen: zum Beispiel gegen Husten und Heiserkeit, bei Magenleiden, Durchfall, Blasenentzündung, Blutungen aller Art und als Anregungsmittel. (Wir Urmethodiker brauchen diese ja nicht!)

In der traditionellen chinesischen Medizin werden rund 40 Moosarten verwendet, etwa gegen Verbrennungen, Ekzeme, Angina und Bronchitis.

Bereits seit dem Altertum nutzten Chinesen und Ägypter Flechten als Heilpflanzen. Dem griechischen Naturforscher und Philosophen Theophrastus von Eresos, dem römischen Arzt Dioskurides und dem römischen Naturphilosophen Plinius Secundus waren Flechten als Heil- und Färbepflanzen wohl bekannt.

Wie viel medizinisches Wissen ist vergessen oder unterdrückt worden!

Es befinden sich auch Stoffe wie Omega-3-Fettsäuren in Moosen, die allgemein - aus Unkenntnis oder um die Menschen zu verwirren und in die Irre zu leiten, -, (fast) nur dem Fisch zugesprochen werden.

Noch einmal für alle langsam zum Mitschreiben:

Omega-3 Fettsäuren sind Alpha-Linolensäure, Eicosapentasäure (EPA), Docosahexeansäure (DHA) und die werden in grünen Blättern, Moosen, Flechten etc. gebildet!

Und da muss man nun wahrlich nicht den Umweg über den Fisch und das Töten dieser wunderschönen Tiere machen, um an diese Stoffe zu kommen!

Klick!

Und knackige Äpfelchen gibt es auch immer, nicht?

Und in den Wald zieht es mich nun auch wieder - ich wünsche Euch allen einen schönen und glückseligen Sonn(en)tag in der Natur, denn die kostet nix!

Endlich wieder da, die Zeit der kuzen Hosen:


Eine vorgezogene Geburtstagsüberraschung

Mann-o-Mann, liebste Janina, war das eine Freude heute, als Dein liebes Überraschungspäckchen heute ankam!
Was drin war?

Bärlauch! Wie konntest Du wissen, dass ich gerade gestern nacht von Bärlauch geträumt habe??

Liebevoll verpackte Pflänzchen, die den Weg gut überstanden haben und sich schon mit der Knoblauchrauke angefreundet haben:

Ich danke Dir von Herzen für diese vorgezogene Geburtstagsüberraschung.

Und dann erreichte mich noch eine kritische Wortmeldung heute zu meinem gestrigen Blogeintrag: „Ohne Moos nix los!“

Besten Dank auch dafür.
Ich liiiebe Kritik, denn nur durch sie kann ich lernen und besser werden.

Bin ich tatsächlich so abgehoben von der bundesdeutschen Realität der durchschnittlichen Muggel?

Ich stelle dies im Kritikforum zur Diskussion:

Im Himmel oder im Paradies?


Liebe Freunde,


wer mich kennt oder hier regelmäßig mitliest, weiß, wie ich den Wald liebe, er ist meine wirkliche Heimat, aber auch andere Landschaften können mein Herz zum Hüpfen bringen.

Zehn Minuten mit dem Rad entfernt liegt das “!Himmelmoor”, eine wunderschöne Moorlandschaft, die durch den Torfabbau der Menschen zwar schon mächtig gelitten hat, aber immer noch bezaubernde Ecken hat. Vor allen Dingen: Es ist einsam dort, kaum Menschen, welche die Natur stören. Vogelgezwitscher - sonst nichts.

Strahlend blauer Himmel (immer noch ohne Kondensstreifen) und Wolkenbrüche mit Hagel (!) wechselten sich heute in kesser Aprillaune ab. Hier drehe ich im Moment meine Runden und mache das Urtraining, und ich fühle mich dann wirklich wie im Paradies. :-)


Hier gibt es auch relativ wenig Hunde und wenn, dann an der Leine und auf den Wegen.
Was ich heute so fand:
Taubnesseln:

Ganze Scharbockskrautteppiche:

Blüht jetzt aber schon und so lasse ich es stehen.


Das Milzkraut:


Das Milzkraut wächst gerne an Gewässern und ist echt recht bitter.

Ich persönlich liiiiebe diese Bitterstoffe, denn wir besitzen die Rezeptoren für Bitterstoffe ja nicht umsonst!  Nur die Dummheit der Menschen ließ sie auf die Idee kommen, sie wegzuzüchten und so gibt es diese Bitterstoffe nur noch selten in Kulturpflanzen.

Die Bitterstoffe sind aber wichtig, ich schrieb schon oft darüber, sie steigern die Magensaft- und Gallensaftsekretion. Sie wirken appetitanregend, verdauungsfördernd und sie beseitigen Fäulnis- und Gärungsprozesse.

Milzkräuter wurden im Mittelalter gegen Erkrankungen der Milz verwendet. Die Milz ist in unserer Zeit ein Organ das sehr unterschätzt wird. Viel zu schnell wird sie von den Schulmedizinern operativ entfernt, wenn dort ein Ungleichgewicht und somit “Krankheit” entsteht.

Dabei ist sie ein sehr wichtiges Organ, das einen direkten Zusammenhang zum Magen hat. Eine Milzschwäche führt dazu, das unsere Haut verwelkt. Cellulite, schnell entwickelte “blaue Flecken”. Müdigkeit, Schlafsucht,geschwächte Glieder, Konzentrationsschwäche, Schwäche der Beine, Husten mit Schleim und vieles mehr, sind Zeichen einer geschwächten Milz.

Ein anderer Stoff, der sich in Wildpflanzen befindet, ist Kieselsäure.

Kieselsäure (Silicium) ist nach Sauerstoff das am weitesten verbreitete Element auf der Erde und es ist ein lebensnotwendiges Element. Silicium sorgt für Festigkeit und Elastizität unseres Gewebes.
Das (u.a.) bewirkt, dass wir uns in unserer Haut wohlfühlen. Zwei liebe Komplimente bekam ich heute von zwei Frauen (von Frauen wirken sie immer doppelt … hi hi hi…):

“Brigitte, Du siehst auf den Bildern echt klasse aus. Du hast so einen schönen rosigen Teint und tolle liebe Augen
Hallo, liebe Brigitte !
Du siehst immer wie eine 40 .. und darunter - Jährige aus : suuuuperguuuutttt !!!”

Und jetzt verrate ich Euch mal mein Geheimnis:

Ja, es sind die Wildpflanzen, die das bewirken!

Ich fühle mich nicht nur besser als mit 30, ich sehe auch besser aus, wie mir oft gesagt wird. Und ganz wichtig:


Niemals, wirklich niemals Fleisch- oder Fisch zu euch nehmen. Habt Ihr das auch schon bemerkt?


Frauen, die viel Fisch essen (weil er ja sooo gesund ist…*gähn* )haben oft eine merkwürdig talgige und blasse Haut und das Gesicht hat merkwürdig schwammige Konturen. Wirklich merkwürdig.


Aber zurück zur Kieselsäure:
Sie unterstützt das Immunsystem ebenso wie den Knochenbau.

Und überall wächst die wunderbare Brennessel, die auch viel Kieselsäure enthält, aber noch so manches mehr!

Sie ist die Blattpflanze mit dem höchsten Proteingehalt in unseren Breiten.
Die Brennessel enthält viiiel Vitamin C, A und B, Eisen, Kalium, Natrium, Kalzium, Schwefel und Phosphor. Sie ist blutreinigend, verdauungsfördernd und regt Blasen- und Nierentätigkeit an. Die Samen der Brennessel sind bekanntermaßen auch sehr wertvoll.
Es hat sich bei aufgeklärten Menschen immer mehr herumgesprochen, dass Brennesseln einen großen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren haben. “Mehr als ein Unkraut” hieß ein Beitrag des Bundeswettbewerbs “Jugend forscht”, bei dem das Öl der Samen der Großen Brennessel auf ihre Inhaltsstoffe untersucht wurde:

Deren Schlussfolgerung:

Aufgrund der gefundenen ernährungsphysiologisch wertvollen ungesättigten Fettsäuren ist die Brennessel keineswegs nur als Unkraut, sondern auch als wertvolles Naturkraut anzusehen, von dem sich nicht nur die Blätter und Stengel, sondern auch die Samen als Rohstoff nutzen lassen.

Wildpflanzen wie Brennesseln sind aber nicht nur sehr lecker, sondern sie sind auch eine sehr wichtige Nährstoffquelle. Sie erhalten erstaunlich viele Vitamine und Mineralsalze und was kaum bekannt ist: Sie sind reich an Proteinen, die aufgrund ihrer Aminosäurenstruktur eine hohe biologische Wertigkeit haben.”

Das Labkraut wuchert auch überall:

Und natürlich der würzige Giersch:

An den Innenseiten von Gräben sind sehr gute Sammelstellen:


Links an der Uferböschung würde ich sammeln, rechts am Weg nicht:

Der Löwenzahn blüht auch schon hier und da:


Auch eine gute Sammelstelle am Rand von unbewirtschafteten Wiesen:


Im Schutze des großen Baumes am Graben wuchert auch so mancherlei:

Der gute alte Wegerich:

Ohne Moos nix los? Oh doch …

Liebe Freunde der natürlichen Kost,
manchmal erreichen mich Leserbriefe, die bemängeln, dass meine Art zu leben, zu kostenintensiv für sie wäre.

Gestern heiß es da zum Beispiel:


… ich kann mir Deine reiche Auswahl einfach nicht leisten und so greife ich immer wieder zum viel billigeren Fleisch, um satt zu werden.”

Nein!

Das muss nun wirklich nicht sein.

Auch bei einem eingeschränkten finanziellen Budget gibt es viele Möglichkeiten, um satt, gesund und zufrieden sein Leben zu meistern.

Hier ein Beispiel:

Frühstück:

Eine halbe Kokosnuss (gibt es mittlerweile in vielen Geschäften in Bioqualität) mit vielen Wildpflanzen (Kosten: 50 cent bis ein Euro)

Zwischendurch beim Morgentraining: 5 Datteln, 5 Paranüsse (Kosten: 1 Euro)

Mittag:


Vieeele kostenlose Wildpflanzen, ein paar Braunalgen, eine Handvoll gekeimte Linsen, 5 Oliven, eine halbe Gurke, 5 Tomaten, ein paar Röschen Blumenkohl, Brokkoli, eine halbe Fenchelknolle, 1 Avokado (alles je nach Saison!) (Kosten: 5 Euro)

Abendessen:
Viele Wildpflanzen und Früchte nach Belieben und Saison. (Kosten: 3 Euro)

Mit 10 Euro am Tag kann man also durchaus hochwertig, rein pflanzlich und gut speisen.

Tipp: Wer arm ist, muss viel sammeln gehen. Achtet in der kommenden Saison mal auf wildwachsende Bäume, Sträucher und Beeren - es lohnt sich!

Eyjafjallajökull - ein Vulkan zeigt uns unsere Grenzen

He he he, Ihr lieben Isländer, Ihr habt uns falsch verstanden, wir wollten “cash not ash!”  … hi hi hi …die englische Sprache bracht wieder das beste Bonmot dazu heraus.

Tja, mit Humor können die wenigsten diesen Warnschuss der Natur betrachten, der uns Zivilisationskrüppeln wieder einmal von einer Sekunde zur anderen unsere Grenzen aufzeigte.

Die Fluggesellschaften zittern um ihre Einnahmen, wollen auf Teufel komm raus wieder fliegen, die Wirtschaftsbosse sind am Weinen … oh oh oh … und unsere leckeren Tropenfrüchte können nicht geliefert werden.

So what?

Es geht auch anders, denn zur Zeit gibt es wunderbare und saftige Mispeln und jede Menge Wildpflanzen.

Und Glück war bei mir persönlich auch dabei, dass ich ausgerechnet letzten Mittwoch vier Kilo Jackfucht geordert hatte und somit noch gut eingedeckt bin, denn die Dinosaurier unter den Früchten sättigen so sehr, dass man nach ein paar Happen schon satt ist und so zehren wir immer noch davon:

Ach ja … auch die täglichen Fettfrüchte nicht vergessen, es gibt eine so reiche Auswahl in der pflanzlichen Nahrung davon.

Von den Kokosnüssen, über Oliven (ich esse täglich etwa 5 Stück davon, aber NATURbelassen müssen sie sein…), Avokados, Durian, Macadamia, Paranüssen oder Waldnüssen … gestern wählte ich zum Mittagsschmaus die Safus, als deftige Fettfrucht:

Die vergangenen Tage waren sonnig und herrlich. Kein Fluglärm, keine Kondensstreifen verschandelten das königliche Blau des Frühlingshimmels.

Von mir aus kann das so weitergehen, aber unsere lieben Tropenkost-Versender sehen das natürlich ganz anders.

Ich freue mich ja auch, wenn die Lieferungen wieder kommen, schließlich beginnt nun die Hauptsaison der Durian, und wer will die schon verpassen, gell?

Alzheimer und Demenz durch tierisches Eiweiß und tierische Fette

Wir langjährigen PRAKTIKER der veganen Rohkost wissen es alle:


Es gibt keine bessere und Kost, als die Urkost. Denn sie wurde für uns Menschen direkt von “Mutter Natur” erschaffen - und kluge Köche wissen auch längst:

Sie ist der bessere “Koch”!

Und sie hält uns fit und gesund, sie macht Wangen rot und gibt uns das bezaubernde Gefühl von der “Leichtigkeit des Seins”:

Endlich kommt meine Sommerbräune wieder zurück nach den dunklen Wintertagen. Durch die richtige Kost ist auch meine “Sonnenallergie”, die mich früher plagte, verschwunden und das macht mich jedes Jahr auf’ s Neue glücklich:

Der langjährig vegan lebende Rohköstler Siegfried Pagel dazu:

Eiserne Erkenntnis daraus kann nur sein: Fleisch und Fisch können die gesamte Weltbevölkerung nicht ernähren. Im Gegenteil, sie zerstören die Existenzgrundlage aller, letztlich auch Gesundheit und den klaren Geist. Gerade diesen betreffend hat sich nämlich inzwischen wissenschaftlich erwiesen, daß nur tierisches Eiweiß die für Demenz und Alzheimer verantwortlichen Gehirnplaques ausbilden kann. Und davor sollte sich doch jeder fürchten. Und nun die beruhigende, eigentlich auch nicht überraschende Nachricht: Pflanzliches Eiweiß kann keinen derartigen Schaden in unserem Kopf anrichten. Es wird im Körper sauber verwertet. Auch klar, wir müssen es nur neu lernen: Elefant, Büffel oder Nashorn mit Alzheimer oder BSE gibt es nicht. Also, Naturkost richtet es grandios. Diese gute Nachricht müßte doch eigentlich zu einer bombigen Erkenntnis mit großer Antriebswirkung zum Verzicht führen. Totalverlust der Persönlichkeit durch Alzheimer ist demnach kein Schicksal, sondern selbstgemacht, selbstverschuldet durch falsche Ernährung und kommt bei den anderen Geschöpfen dieser Welt überhaupt nicht vor. BSE nur bei Kühen, die als Vegetarier mit geschredderten Schafen gefüttert worden waren. Fleisch und Fischmehl für Kühe. Welch ein Irrsinn. Auch der Kuhorganismus hat da gezeigt, daß er dieses tierische Eiweiß nicht vollständig verwerten kann und hatte den für lästigen Abfall erforderlichen Deponieplatz im Gehirn gefunden. Blankes Menschenwerk! – Wo bleibt da bloß homo sapiens selbstgepriesene Intelligenz? Hat er etwa schon Schwierigkeiten, den Zusammenhang zwischen tierischem Eiweiß im Darm und Eiweißablagerungen im Denkapparat hinzubekommen? Nicht zu glauben. Das Nichtablassen-können vom Tiere-essen trotz all der bekannt gewordenen Gefahren und Skandale ist mächtig verdächtig. Ich möchte hoffen, daß Erkenntnisfähigkeit gleichwohl noch vorhanden ist. Dann bliebe ja noch ein Hoffnungsschimmer, die Aufwärtsentwicklung der Amyloidablagerungen (sprich Plaques-Entwicklung im Gehirn) in unserer Gesellschaft zu stoppen. Über eine Million Alzheimer-Patienten und Demenzkranke gibt es ja schon in Deutschland, und jeder Allesesser ist gefährdet. Letzte Vorausberechnungen lassen erschrecken, eben auch im Hinblick auf den schon heute bestehenden Pflegenotstand bei uns.

Links dazu:

Was Alzheimer begünstigt

Interview mit Dr. Hochenegg:„Brainfood – Power-Nahrung fürs Gehirn”!

Tierische Fette verursachen Alzheimer

Aber, wie schon angedeutet, die reine Naturkost kann da wirkungsvoll dagegenhalten.
Und im Vergleich der beiden Ernährungsformen, oben der Fünf-Planeten-Bedarf für die Fleischernährung der Bevölkerung mit der Bescheidenheit unserer Naturkost-Alternative, schneidet die reine vegetarische Ernährung wirklich gut ab.

Von der verfügbaren Anbaufläche der Erde her wäre sie durchaus möglich, wenn in ökologischer Harmonie betrieben. Und einen großen Wassersparvorteil gäbe es obendrauf. Die ’grünen’ Nahrungsmittel begnügten sich ganz vorbildlich ’nachhaltig’ nur mit Regen.

Übrigens: Der Umstieg auf die >Sonnenkost< würde, weil ja kein Holz für die Erhitzung des Essens mehr nötig wäre, auch die Schonung des Waldes hier und in aller Welt bedeuten. Auch das wäre Entlastung für unseren geschundenen Planeten. Und es würden viele weitere positive Effekte für ihn zur Wirkung kommen. Alles in allem ist die Naturkost eine wirkliche Alternative.

Diese Rohkost-Botschaft mit Krisenbewältigungspotenzial wollte der Rondholz-Naturkostteller vermitteln, wenn Sie, geehrte Frau Maischberger, denn als Moderatorin aufgeschlossener darauf eingegangen wären.

Die Einsicht in die Notwendigkeit eines solchen Vorstoßes zu einer breitangelegten Bewußtseinskampagne für alle diese Gegebenheiten war aus Ihrer Sendung leider nicht ablesbar. Dies aber wäre endlich bitter nötig angesichts der überhandnehmenden Küchenschlachten auf allen Kanälen, die für unsere Gesundheit und unseren Planeten nur in die so fatale Richtung weisen. Auch wenn sie allgemeinen Spaß verbreiten. –

Aber mit Spaß in den Abgrund? Dabei ginge dann – ein Sprichwort aufgreifend - die Welt niemals nobel zugrunde.

Urkost im Frühling, wenn die Sonne lacht, ist es am Schönsten!

Immer wieder schön - Wattlaufen an der Nordsee - besonders für Binnenländer, die dieses gesunde und kostenlose Vergnügen nicht kennen.

Dort kann man auch herrlich picknicken mit leckerem Meeresgemüse, Oliven, Tomaten, Fenchel und Brokkoli:

Endlich lässt das Wetter auch wieder leichtere Bekleidung zu:

Groß und stark mit vielen Muckis durch Urkost:

Urköstler im Wald - ein schönes und friedliches Leben

Am liebsten wäre ich immer im Wald- er ist meine zweite, vielleicht besser, meine wirkliche Heimat. Jetzt sprießt er wieder, der Wald-Sauerklee! Hm - lecker.

Er hat gut lachen, denn nun lernt er das schöne Leben kennen - Kokosnuss mit Wildpflanzen - ein perfektes Power-Frühstück im Wald:


Urmethodiker verstehen sich auf Anhieb gut (auch wenn 30 Jahre zwischen ihnen liegen) :-)


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