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Archive für 12.7.2010
Geniale Temperaturen und: Wenn der Pflanzenesser Mensch räubert …
12.7.2010 von Brigitte Rondholz.
Liebe Urmethodiker,
geht es Euch auch so? Ich liiebe die Hitze, ich blühe da so richtig auf. Wenig Kleidung, herrliche Früchte, kein Geschwitze, sondern angenehmes Hautgefühl. Ja, das macht die Urmethodik! Von mir aus kann es so noch viele Wochen bleiben.
Und Urtraining morgens um 5 - wo die Welt bekanntlich noch in Ordnung ist -, macht richtig Spaß.
Noch einen kleinen Trick aus meiner reichhaltigen Schatzkiste möchte ich Euch verraten:
Nach dem Training gaaaanz viele Wildis mono essen!
Die reichhaltigen Mineralsalze in ihnen machen uns fit und lassen uns die Hitze wie ein Kinderspiel vorkommen. Früchte esse ich erst viel später so gegen Mittag. Im Moment meine Favoriten: Wassermelonen, Kirschen und Waldbeeren.
Noch ein kleiner Nachtrag zur WM 2010:

Thomas Müller wurde bester Nachwuchsspieler und Torschützenkönig. Tolle Leistung!
Das Endspiel war entbehrlich. Viele wirklich unsportliche Fouls, 12 gelbe Karten, eine rote. Und nur EIN Tor nach Verlängerung. Fußball zum Abgewöhnen.
Liebe deutsche Mannschaft:
Das macht Ihr bitte im Finale in Brasilien 2014 besser - versprochen?
Ach ja … und dann noch etwas Interessantes:
Menschen sollen schon sehr früh das Klima beeinflusst haben - und zwar durch ihr ARTWIDRIGES Verhalten:
Der Mensch soll die Mammuts entweder direkt durch Jagd ausgerottet haben („Blitzkrieg“) oder indirekt durch Eingriffe in die Umwelt („Sitzkrieg“).
Vor 15.000 Jahren, als die letzte Eiszeit sich dem Ende zuneigte, begannen die Mammuts zu verschwinden, in Nordamerika auch alle anderen großen Säuger (außer den Bisons). Woran das lag, ist umstritten, manche setzen auf das Klima, andere auf das Auftauchen eines Räubers, wie ihn die Natur nicht kannte: Der Mensch soll die Mammuts entweder direkt durch Jagd ausgerottet haben („Blitzkrieg“) oder indirekt durch Eingriffe in die Umwelt („Sitzkrieg“).
Es ist nicht entschieden, William Ripple (Oregon State University) will vermitteln: Es muss kein Ausrotten gewesen sein, sondern kann auch von einer leichten Verschiebung eingespielter Gleichgewichte zwischen Pflanzenfressern und Räubern herrühren. Das kennt man aus jüngerer Zeit etwa aus dem Yellowstone-Park: Als die Wölfe abgeschossen waren, nahmen die Elche so überhand, dass sie das Ökosystem umbauten. Es kamen keine Bäume mehr hoch, Flussufer wurden instabil, Vögel und Biber verloren Habitate. Alles kam daher, dass die Räuber an der Spitze der Nahrungskette weg waren. Bei den Mammuts sei es analog gelaufen, nur umgekehrt: Mit dem Menschen kam ein zusätzlicher Jäger, er brachte erhöhten Jagddruck auf Pflanzenfresser und Konkurrenzdruck auf Räuber (BioScience, 1.7.).
Äser weg, Wälder da
Wie auch immer, als die Mammuts weg waren, änderte sich der Norden. Zuvor war er Steppe, von Mammuts kurz gehalten, nun kamen Wälder, Birken. Chris Doughty (Stanford) hat es aus Pollen in Sedimenten gelesen und die Folgen kalkuliert. Birken sind dunkler als Gras, sie absorbieren mehr Sonnenlicht: Sie wärmten, regional um 0,2, global um 0,1 Grad (Geophysical Research Letters, in press).
Das ist mit Vorsicht zu genießen, eine andere Gruppe hat vor Kurzem das gerade Gegenteil kalkuliert – zu ihren Lebzeiten hätten die Mammuts Wärme gemacht, mit dem Methan aus ihrer Verdauung (Nature Geoscience, 23.5.). Jedenfalls wäre es das erste Mal gewesen, dass der Mensch das Klima beeinflusst hat. Damit wäre das „Anthropozän“ weit nach vorne gerückt: Erst wollte man dieses Erdzeitalter, in dem der Mensch die Umwelt in großem Stil beeinflusst, mit der Industriellen Revolution beginnen lassen, dann sahen andere auch schon Klimafolgen der Erfindung der Landwirtschaft in der Neolithischen Revolution vor 8000 Jahren.
Quelle: (”Die Presse”, Print-Ausgabe, 03.07.2010) Hier klicken!
Ach, Mensch! Wärest du doch bloß Urmethodiker geblieben!
Euch zum Trost: ALLE können es wieder werden:
Gewusst wie! Direkt an der Quelle fragen … und erfolgreich Urmethodiker werden!
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