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Archive für 8.1.2012

Wie die Deutschen essen: Fleisch wird zum Lebensmittel der Unterschicht

Längst bekannt, aber immer wieder schön:
Der Ruf der Fleisch-Branche bei deutschen Verbrauchern ist dahin. Wer gut verdient und studiert hat, isst heute am wenigsten Schnitzel und Kotelett. Ein Grund für den Fleischverzicht der Oberschicht sind die Gammelfleisch-Skandale. Doch die Hersteller haben noch aus anderen Gründen ein Image-Problem.
Es gibt historische Umwälzungen, die sich von der Öffentlichkeit unbemerkt vollziehen. Die Essgewohnheiten der Oberschicht zum Beispiel wandeln sich gerade von Grund auf: Zu allen Zeiten aßen die Menschen umso mehr Fleisch, je höher ihr gesellschaftlicher Status war.
Nun hat sich der Trend umgekehrt: Laut Nationaler Verzehrstudie sinkt der Fleischkonsum mit steigendem Bildungsniveau und Einkommen. Die Wohlhabenden und die Diplomierten essen am wenigsten Fleisch. In den unteren Schichten werden dagegen am meisten Schnitzel und Wurst verspeist. “Fleisch droht zum Unterschichtsprodukt zu werden”, sagt Achim Spiller, Professor für Lebensmittelmarketing an der Universität Göttingen.
Spiller ist Autor einer wissenschaftlichen Studie über das Image der Fleischwirtschaft in der Bevölkerung. Die Ergebnisse sind für die Branche ernüchternd.
“Ihr Ruf ist schlechter als der von Süßwarenindustrie und Banken, und sogar weniger gut als der des notorisch ungeliebten Chemiesektors”, sagt der Forscher. Mit Imageproblemen kämpfen die Anbieter von Fleisch- und Wurstwaren seit der BSE-Krise der 90er-Jahre. Geriet seinerzeit – wegen der Verfütterung von Tiermehl - die Viehhaltung in die Kritik, so ist es heute die verarbeitende Industrie, zu der die Verbraucher wenig Vertrauen haben.
Quelle

Nein, verehrte Forscher, dies ist kein “Imageproblem”. Dank Internet wissen die Menschen, dass es bessere pflanzliche Alternativen zur Nahrungsaufnahme gibt und es ist das Problem der Tiermissbraucher, dass das Grauen nicht mehr unter Verschluss gehalten werden kann!
Es ist nur noch eine Frage der Zeit, dass es heißt: “occupy Tierfabriken und occupy Schlachthäuser!”
Wir stehen bereit.
Und liebe Männer: “Je dümmer der Mann, desto größer das Schnitzel” (Das ist die neue Bauernregel, die alle klugen Frauen wissen sollten) :-)

US-Agrarindustrie ist schockiert: Fleischkonsum sinkt drastisch


Brigitte Rondholz

Liebe Freunde,
bei der Albert-Schweitzer- Stiftung lese ich:
Der Fleischkonsum in den USA nimmt seit 2008 rapide ab und wird in diesem Jahr das Niveau der 1970er Jahre erreichen.
Die US-Agrarindustrie bezeichnet die beschriebene Entwicklung als »ziemlich schockierend im historischen Kontext« und sucht nach Erklärungen. Neben den erhöhten Futterkosten weist sie dabei auf einen »Krieg der Politik gegen den Fleischkonsum« hin. Hintergrund: Immer mehr gemeinnützige Organisationen setzen sich für eine Reduktion bis hin zur kompletten Einstellung des Fleischkonsums ein. Die Gründe dafür reichen vom Tierschutz über Tierrechte bis hin zum Umweltschutz und dem Eintreten für Menschenrechte (Ernährungssicherheit, Arbeitsbedingungen). Bei all diesem Engagement bezeichnet es die Industrie als verwunderlich, dass der Konsum überhaupt so lange so hoch blieb.
Fakt ist: Den Fleischkonsum einmal zum Sinken zu bringen bedarf langer, harter Arbeit.
Warum ist die US-Tierschutzbewegung erfolgreich?
Neben der sich durchsetzenden Erkenntnis, dass das Thema Fleischkonsum nicht nur ein Tierschutzproblem ist, sondern auch aus Umwelt- und Menschenschutzsicht äußerst kritisch zu bewerten ist, ist auch zu sagen, dass in den USA hervorragende Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen aktiv sind, die eng zusammen halten und die einzelnen Aufgaben gut untereinander verteilen:

    1. Durch beispielhafte Undercover-Arbeit gelangen immer wieder Bilder aus der Massentierhaltung ans Licht der Öffentlichkeit.
    1. Andere Organisationen kümmern sich um die Zusammenarbeit mit der Lebensmittelwirtschaft, damit vegetarische und vegane Produkte einen höheren Stellenwert erhalten.
    1. Und schließlich bekommen Konsumenten hervorragend aufgezeigt, wie einfach es ist, sich fleischfrei bzw. vegan zu ernähren. Hier ist insbesondere die Organisation Vegan Outreach (VO) zu nennen, die seit dem Jahr 2003 insgesamt 6,5 Millionen Studierende erreicht hat – und zwar vor allem mit einem Heft, dessen Titel »Even If You Like Meat« (Selbst wenn Sie Fleisch mögen) heißt.

Quelle


Ja, wir optimistischen Urmethodiker machen den Unterschied als Weltverbesserer!
… weil die Menschen, die verrückt genug sind zu denken, sie könnten die Welt verändern, die sind, die es tun! (frei nach “Think different”)

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