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Archive für 10.1.2012
Mit Urkost kräftig zugenommen - ich freue mich so! :-)
10.1.2012 von Brigitte Rondholz.
Liebe Freunde,
diese Mail erreichte mich gerade und ich tanze vor Freude durch das Haus. Sie war über Jahre mein essgestörtes “Sorgenkind”, aber seit einiger Zeit hat sie sich gefangen, frisch verliebt und den Absprung aus ihrer Magerkeit geschafft. Vorhin schrieb sie mir:
“Liebe Brigitte,
ich möchte Dir nur gerne mitteilen, dass ich die “5 geknackt habe”!!
Ich wiege jetzt 50kg!
Ist das nicht der Wahnsinn? Und erinnerst Du Dich daran,was Du mir versprochen hast, als ich bei Dir gewesen bin im Oktober 2008? ![]()
Ich hoffe, dass es Dir und Deinen Lieben gut geht!
Alles Liebe und herzlichste Grüße,
S.D.”
Ist das Leben nicht schön? ![]()
Manchmal braucht man nur Geduld, bis sich alles zum Guten wendet.
—
Ja, wir optimistischen Urmethodiker machen den Unterschied als Weltverbesserer!
… weil die Menschen, die verrückt genug sind zu denken, sie könnten die Welt verändern, die sind, die es tun! (frei nach “Think different”)
Geschrieben in Allgemein | Keine Kommentare »
Mit zwei Kindern und Urkost mit dem Fahrrad von München nach Venedig
10.1.2012 von Brigitte Rondholz.
Liebe Freunde,
ist das nicht großartig? Wohl den Kindern, die solch einen Papa haben und solche Abenteuer nicht nur vor der Glotze erleben dürfen!
Aus “Natürlich Leben!” Nr.6/2011:
“”Eines Tages stieß ich auf das Buch mit dem Titel: “Der Goetheweg von München nach Venedig zu Fuß in 28 Tagen”. Ich dachte mir, das könnte man doch im Rahmen der 2-wöchigen Herbstferien und mit leicht geänderter Route auch mit dem Fahrrad versuchen. So startete ich mit meinen Kindern Tobias (9 Jahre) und Jenny (7 Jahre) am 8. Oktober 2011 von unserem Dorf Stexwig an der Ostsee aus mit dem Fahrrad nach Schleswig, um von dort mit dem Zug über Nacht nach München zu reisen.
Um dem Stadtverkehr aus dem Wege zu gehen, fuhren wir per SBahn direkt bis an den Starnberger See, wo unsere Fahrradtour beginnen sollte. Um 8:04 Uhr ging es los, und das Thermometer zeigte bei eisigem Nordwind 4° an (Gefühlte -10°). Wir fuhren an der Ostseite des Sees entlang und hatten dann am späten Nachmittag
unsere erste Reifenpanne. Während der Flickarbeiten hielt eine freundliche Familie an und fragte, wo wir denn noch hin wollen? Als mein Sohn Tobias „Venedig“ antwortete, gab es mitleidiges Schmunzeln und Blicke, wie sie wohl sonst nur wirr redende Geisteskranke von ihren Therapeuten bekommen. Ja, ja, nach Venedig. Na toll, dass ihr es wenigstens mal versucht habt, sagte die besorgte Frau. Der Mann meinte dagegen, dass es zu dieser Jahreszeit unverantwortlich wäre, mit Kindern so etwas wagen zu wollen und dass am
Brenner bereits dick Schnee liegt. Die Frau gab uns dann noch 3 Becher mit Tee und wollte für uns beten, wie es den Anschein hatte. Mit geflicktem Reifen schafften wir es dann noch bis kurz vor Benediktbeuren und fanden einen Zeltplatz auf einer freien Wiese. Am nächsten Morgen wurde es dann etwas wärmer, und wir wurden durch einen Platzregen geweckt, der sich noch bis 14.30 Uhr hinziehen sollte. Das Zelt schien von guter Qualität zu sein, da es von innen nahezu trocken blieb, obwohl sich die Wiese nach dem Abbauen
als ein mittlerweile entstandener See entpuppte. Jetzt kam die erste Bergetappe über Kochel am See hinauf zum Walchensee. Wir zelteten direkt am See und genossen die Stille der Nachsaison in herrlicher Bergwelt. Am nächsten Tag weiter hinauf über Mittenwald nach Österreich. Schönstes Sommerwetter erleichterte uns den Aufstieg bis auf 1250 Meter Höhe in Seefeld, dem Wintersportmekka der Österreicher. Hier lagen in der Tat schon bis zu 20 cm Schnee. Eine rasante Abfahrt nach Telfs und dann eine lockere Etappe nach Innsbruck folgten. Jetzt begann der härteste Teil unserer Reise, der Aufstieg zum Brenner. Wieder mussten wir mühselig die Höhenmeter erklimmen, und da mussten wir auch schon mal eine kurzfristige Übersäuerung der Oberschenkelmuskulatur ignorieren. Mit unbändigem Ehrgeiz und einem, wie hier auf dem Bild, gestelltem Lächeln schafften wir dann aber die entscheidende Etappe auf 1360 Höhenmeter. Wir hatten es geschafft! Italien war erreicht! Am Brenner kauften wir den südtiroler Bergbauern erstmal drei riesige superreife Kakis ab. Die sind wirklich der Hammer! Wie Orkos, nur günstiger! Ab jetzt war es nur noch ein Kinderspiel. Ein herrlicher Fahrradweg, der vom Brenner bis nach Verona führt, war für die nächsten Tage unser Begleiter. Links und rechts die Berge, Wind von hinten, die Sonne von vorne und stetig bergab. Vorbei an Apfel- und Weinplantagen. Es war ein Traum. Wir hauten locker 70 – 80 km am Tag weg und konnten uns
so noch einen Abstecher an den Gardasee gönnen. Dort legten wir einen halben Tag Ruhepause ein und schipperten mit dem Schiff bis an das Südende des Sees. Über Verona, Vicenza und Padova ging der Weg, leider mit viel Straße und Autolärm, weiter. Ausweichrouten gibt es hier leider nicht, da wir auf jeden Fall Weihnachten zu Hause sein wollten. So versuchten wir die Kampfstrecke schnell hinter uns zu bringen und erreichten dann relativ locker in der Zeit am 20.10. Venedig! Wir waren stolz wie Oskar und hatten es unseren Kritikerngezeigt.
Die Daten der Fahrt:
Unser Speiseplan in etwa:
80 Äpfel
30 Bananen
150 Weintrauben
25 Tomaten
3 Gurken
20 Feigen
20 Hammer Kakis
15 Karotten
10 Topinambur
30 Blätter Löwenzahn
20 Blätter Brennnesseln
5 Blätter Spitzwegerich
6 Liter Wasser
1 Tafel Schokolade am Brenner
Ein fettes Eis in Venedig
Unsere Ausrüstung:
4-Mann Zelt
Schlafsäcke
Iso-Matte
Regenkleidung
Wasserfeste Schuhe
2 Paar Handschuhe
2 Mützen
2 warme Pullover
Waschzeug und Badezeug
(brauchten wir leider nicht)
Einen Reiseführer
Fotoapparat, Handy,
elektron. Translater
Würfelbecher für Kniffel,
Spielkarten für Mau-Mau,
Schwarzer Peter u. Schlafmütze
Das Fazit:
Die Tour kann man sicherlich auch im Sommer machen, hat aber im Herbst auch so seine Vorzüge. Nachts hatten
wir allerdings schon mal unter 0°. Den Kindern hat das aber absolut nichts ausgemacht. Rein konditionell
haben die Kinder es wirklich locker mitgemacht. Sie sind aber sicherlich auch harte Typen: 80 % Rohkost, Turnen, Leichtathletik, Tennis und Karate und gegen nichts geimpft. Auffällig war, dass die Kinder unglaublich
viel gesungen haben und auf dem Weg zum Brenner sogar noch eine Eigenkomposition rausgehauen haben
(Titel: „Kinder kauft Kämme, es kommen lausige Zeiten!“). Es war eine Fortbildungsveranstaltung in Sachen Durchhaltewillen, Disziplin und Demut. Ich habe mich hinterher gefragt, warum ich jemals mit dem
Auto in Urlaub gefahren bin. Auf der Heimfahrt im Zug habe ich dann wieder „normale“ nicht ausgelastete,
quengelnde, hippelige, schreiende Kinder mit ihren überforderten Eltern erlebt. Ich dachte, dass diese besser hätten mitkommen sollen. Meine waren auf der Rückfahrt jedenfalls ausgeglichen und selig. Auch ich möchte mich bei Franz sowie seinem gesamten Team bedanken für die unglaublichen positiven Einflüsse auf mein Leben, die er mit seinem Lebenswerk und nimmermüden Einsatz für unsere Gesundheit geleistet hat. Ich hoffe, dass ich ihm sowie den Lesern mit dieser kleinen Reisegeschichte eine kleine Freude bereiten konnte.
Wer noch Näheres zur Fahrt wissen möchte, darf mich gerne per E-Mail anschreiben. Aber nur jeder Zweite!
Liebe Grüße an natürlich Lebende!” Fred Weißer, fredweisser@gmx.de “”
Hier könnt Ihr den Bericht mit Bildern ansehen!
Wie Ihr seht: Es geht auch ganz ohne Tropenfrüchte!
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Ja, wir optimistischen Urmethodiker machen den Unterschied als Weltverbesserer!
… weil die Menschen, die verrückt genug sind zu denken, sie könnten die Welt verändern, die sind, die es tun! (frei nach “Think different”)
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