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Archive für 21.1.2012
Kauen, Kauen, Kauen - nature will castigate those who don’t masticate (Die Natur wird diejenigen bestrafen, die nicht gründlich kauen).
21.1.2012 von Brigitte Rondholz.
Liebe Freunde,
noch einmal ausführlicher, weil ich so viele Anfragen dazu bekomme.
Ich habe in den letzten 20 Jahren so viele Rohköstler kommen und gehen sehen, ich denke, immer wenn Geld im Spiel ist, wird es kraus, denn dann wird eben aus verkaufstechnischen Gründen auch viel Unfug erzählt.
Victoria Boutenko, eine der ganz großen „Smoothie-Gurus“, isst übrigens auch nicht mehr komplett rohköstlich.
Frederic Patenaude auch nicht mehr (Link zu seinem Blog: s.u.) , so viele “Gurus” kommen und gehen, ich bin gespannt, wie es noch so weitergeht. Ich fürchte, nur bei uns Urmethodikern habt Ihr diesbezüglich eine Konstante in Eurem Leben. ![]()
Ich weiß sehr wohl, dass einige von Euch es eher kritisch sehen, wenn ich mit den „Smoothies“ zu hart ins Gericht gehe, aber Ihr Lieben: Tue ich das wirklich? Oder ist es nicht vielmehr einfach die unerbittliche und unbestechliche Natur, die es gilt zu beobachten um dann die eigenen Schlüsse zu ziehen? Ich kann Euch aus dieser Beobachtungsaufgabe nicht entlassen. Fühlt Euch nicht angesprochen, wenn Ihr keine Zähne mehr habt …
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Sondermeldung: Hierzu erreichten mich im Urkostforum gerade folgender Einspruch und Ergänzungen:
“Einspruch!
Wenn einer hier einen triftigen Grund hätte, Smoothies zu schlucken, dann bin ich das. Vollprothese oben, Geschiebe unten. (Die Chemo hat meine Zähne gefressen). Aber dazu ist so ein vom Zahnarzt gebasteltes Gebiss doch da: zum Abbeissen und Kauen. Sperrige Dinge wie Zucchini oder Gurken schneide ich in handliche Stücke. Aber den berühmten Apfel, in den Blendamerde-Gepflegte auch morgen noch so kraftvoll beissen können, den könnt ihr mir gerne im Stück reichen. Den beisse ich krachend klein bis auf den Putzen.
Wenn ich vorm Fernseher sitze knabbere ich gerne. Früher waren das Kartoffelchips. Jetzt sitze ich mit einer geschälten Topinamburknolle in der Hand und nage das Ding in Nullkommanix klein. Traut euch, Gebissträger! Kauen ist Vergnügen und hält gesund. Solltet ihr beim Kauen Schmerzen haben, flüchtet nicht zum Smoothie, sondern geht zum Zahnarzt, der soll die Prothese so lang bearbeiten, bis sie sitzt. Zahnersatz muss nicht weh tun. Eigentlich sind dritte bzw vierte Zähne nicht unbedingt ein Thema für die Öffentlichkeit. Ich bin aber der Meinung, es hat keinen Sinn sich zu schämen, nicht zu sprechen und still zu leiden. Die meisten von Euch haben sicher ganz tolle eigene Zähne. Aber den Wenigen, die mein Schicksal teilen, möchte ich Mut machen. Auch wenn es anfangs etwas weh tut, das Zahnfleisch härtet sich in kurzer Zeit ab, wenn man so abbeisst und kaut, wie man es von früher gewohnt ist. Lieben Gruss und schönen Sonntag, Irmi”
Ich finde, es ist ein guter Einspruch!
Und Hartmut D. ergänzte wie immer klug wie folgt:
“Der Verlust an Vitaminen bei jeglichen Zubereitungsarten ist hier vielleicht gestreift worden, aber ich möchte dennoch darauf hinweisen, denn er ist erheblich: Wohl fast alle im Forum wissen, dass der Luftsauerstoff durch Oxydation mit den Inhaltsstoffen reagiert, und das nicht nur im Smoothie. Schon Dr. Shelton hatte festgestellt,
dass bereits ein geschnippelter Salat in der ersten Minute 80% seines Vitamin-C-Gehalts verliert ! Also bitte nicht nur auf die Smoothies schauen, auch die optisch so schön gestaltbaren Rohkostplatten mit Gemüse und Obst sind Geldverschwendung, sofern geschnippelt wurde…
JEGLICHE Verarbeitung, auch die mechanische VOR dem eigentlichen Verzehr ist Vernichtung von inhaltlichen Werten und somit auch Verschwendung von Geld, insbesondere bei Bio-Ware.
Es ist ja wunderbar von der Natur eingerichtet, dass die wertvollste Nahrung (Milch) für menschliche und/oder tierische Babies ohne Kontakt zum Luftsauerstoff in den Körper gelangt.
Und ursprünglich wurde über Jahrmillionen immer von der Hand in den Mund gegessen…!
Und:
“Liebe Brigitte,
Du vertrittst die Urkost und Punkt. So wie Du es ja auch lebst, schreibst, empfiehlst…..
Wenn Du jeden dort abholen wolltest wo er sich befindet wärst Du nur am “hinundherlaufen”.
Wer sich in Richtung Urkost aufmachen will hat sowieso keine andere Wahl als von dort aus zu starten wo er sich befindet, und sich dessen zu schämen ist vollkommen überflüssig.
Aber der Wegweiser darf nicht im Winde seine Richtung wechseln oder im Sturme eine Beule kriegen.
Meine persönliche Erfahrung mit grünen Smoothies ist nicht vorteilhaft.
Mein Körper ist sehr sensibel geworden durch die vegane gekaute Rohkost. Die Smoothies, die meinem Lebensgefährten wohl tuen - als Normalesser, blockieren bei mir die Verdauung. Sie fühlen sich für meinen Körper fast an wie Kochkost. Sicherlich liegt es an der hochtourigen Zubereitung und Aufspaltung der Zellen durch den VitaMix. Da kann ich denn Schluck wenden und einspeicheln im Mund wie ich will es nutzt nichts. Auch der vitale Schub - wie nach gekauter Rohkost - bleibt schwach, obwohl eine Menge Wildkraut mit verarbeitet wird.
Mit bestem Gruss - Sabine”
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… oder wenn Ihr Euren Kindern die Wildpflanzen vorübergehend so „schmackhaft“ machen wollt. Es gibt immer Ausnahmen im Leben. Und gegen einen Smoothies aus Zeitgründen ab und zu hat niemand etwas einzuwenden.
Aber nicht nur! Kürzlich schrieb ich und ich stehe dazu:
„Klar, liebe Freunde der ursprünglichen Kost: Wenn Ihr keine Zähne mehr habt, sind „Smoothies“, Suppen und Säfte ideal! Natürlich viel besser so, als sich all die übliche Kochkost einzuverleiben. Aber sonst? So werden wir jetzt oft gefragt und wir haben es oftmals beantwortet. Ich habe mich für Euch mal wieder auf die experimentelle Ebene begeben, als vor einigen Wochen der Besuch meiner Enkelkinder angebissene Äpfel, Kürbisteile und Birnenstücke hinterließ. Was tun mit den Resten? Anstatt sie wegzugeben, tat ich sie in den Entsafter, der bei mir nur eine vernachlässigte Notexistenz für zahnlose Gäste fristet. Schwärmen nicht alle so für die Säfte? Sollen sie uns nicht so vorbildlich „entgiften“? Werden schon nicht schaden, dachte ich mir. Es schmeckte sogar ganz gut. Aber was tun mit dem Trester, der anfiel? Klar, daraus kann man sich doch noch schnell einen leckeren „Smoothie“ mixen! Wer mich kennt, weiß, dass ich diese niemals trinke, weil ich von einem solchen vor vielen Jahren, als diese Gemische noch nicht als vielbeworbene „Smoothies“ in aller Munde waren, sondern noch etwas umständlich „cremige Fruchtgetränke“ hießen, etwas bekam, was ich vorher nie hatte und auch nachher nie wieder bekam: Nämlich Magenschmerzen! In diesem Moment dachte ich aber nicht daran, sondern gab die ausgepressten Reste in den Mixer, den ich aus der hintersten Ecke der Speisekammer hervorkramte. Ich fügte noch Sellerie, Gurke, wildes Grün und eine Mango hinzu, füllte das Ganz mit einem halben Liter Wasser auf, wie die amerikanischen „Smoothies-Großmeister“ dies machen, um unserem Körper die „energiesparende Vorverdauung“ zu gönnen. Ho ho, lustigerweise wohlgemerkt, damit wir armen veganen Rohköstler eine „bessere Nährstoffverwertung“ haben! Guten Mutes vermixte ich alles zu einem cremigen Etwas, trank es und fühlte mich zufrieden und durchaus gesättigt. Das Nicht-Kauen-Müssen vermisste ich schon, aber empfehlen die neuen Smoothie-Gurus nicht wunderbare „Kauleisten“ aus Plastik dafür, weil sie auch schon registriert haben, dass Zähne uns nur funktionstüchtig erhalten bleiben, wenn wir sie ordentlich benutzen? Nun denn, ich erinnerte mich selber schmunzelnd daran, dass dies ja nur ein Experiment sei. Aber was war das? Nachdem ich mich zu Bett begeben hatte, wachte ich nach einer Stunde mit heftigsten Magenschmerzen wieder auf! Nicht schon wieder, dachte ich noch so, mich an mein erstes Smoothie-Erlebnis erinnernd. Aber Gott sei Dank: Nachdem ich einen Löffel Erde gegessen hatte, war der Spuk bald vorüber. Was solltet Ihr daraus lernen?
Urkost – kauen kauen kauen – das ist das Allerbeste, dann wird es auch schmerzlos verdaut!
Gerade den Christen unter uns, die sich nun auf Weihnachten freuen, möchte ich Mut machen, endlich (!) mal ihrem Schöpfer vollends zu vertrauen! Er wusste, schon, was er tat, als er uns die frische, manchmal auch etwas harte, pflanzliche Kost zum Essen erschuf. Genesis/ 1. Moses, Vers 29: „Hiermit übergebe ich euch alle samentragenden Pflanzen auf der ganzen Erde und alle Bäume mit samentragenden Früchten: die sollen euch zur Nahrung dienen“. Steht da etwas in Vers 30 wie: „Hiermit übergebe ich euch einen Greenstar, der soll euch dienen, Eure Nahrung besser aufzuschließen, damit Ihr sie besser verdauen könnt“? Franz Konz schreibt es in seiner unnachahmlichen Art so:
“UrKost ist keine erdachte Nahrungsart von mir. UrKost ist nicht mein Vorschlag, wie Du Dich am besten ernähren sollst - es ist die höchstpersönlich von Gott Dir als seinem Lebewesen zugewiesene Art der Nahrung, also göttliches Essen. Falls Du an Gott glaubst. Wenn nicht, so ist es einfach das Dir von der Schöpfung zugedachte Essen.” Und er fährt fort in seinem „Großen Gesundheits-Konz“: “Die Nahrung wird bei guter Mundvorverdauung ganz anders aufgeschlossen und ausgewertet. Du sollst mal sehen, mit wie wenig du auskommst! Ein paar Früchte, ein paar frische Nüsse, drei, vier Handvoll Wildgrün am Tag, vielleicht noch ein paar Knollen - das ist alles, was du nötig hast - wenn du gut kaust und langsam und in RUHE isst!” Zur Menge ist noch zu anzumerken, dass wir alle in unterschiedlicher Weise erschaffen sind und wir auch unterschiedliche Mengen brauchen, Schwangere und Stillende mehr als Büroarbeiter, Schwerstarbeiter und Sportler mehr als Bürohengste. Jedem nach seiner Art – mit der Zeit werdet Ihr die Mengen schon selber herausfinden, um immer leistungsfähig und fit zu sein.” Soweit der Artikel.
Noch ein bisschen mehr Hintergrundwissen:
Gut gekaut ist halb verdaut
Überhaupt können wir unsere gute pflanzliche Frischkost (Urkost) dann viel besser verarbeiten und in ihrer ganzen Fülle in uns aufnehmen, wenn wir richtig kauen. Schon der Volksmund sagt: Gut gekaut ist halb verdaut! Aber wie können wir die alten Fehler, die wir durch die Zivilisationskost von klein auf lernten, wenigstens bei unseren Kindern vermeiden? Wie wir alle, musste auch ich als Kind meine Nahrung selten kauen. Denn oft gab es Püriertes wie Kartoffel/Karottenbrei („Gläschen“ gab es damals noch nicht) oder Apfelmus mit Pfannkuchen. Oder es gab Suppen in jeder Variation, darin war meine Mutter weltmeisterlich. Alles schmeckte nur zu gut, keine Frage. Aber gerade bei Wohlgeschmack neigen wir alle ausnahmslos zum Schlingen. Wie schnell sind Eiscreme, Torten und Puddings gierig heruntergeschlungen? Meinem Kauvermögen tat dies sicherlich nicht gut, aber zu meinem Glück gab es auch oft Äpfel aus dem Garten und Mohrrüben vom Acker frisch in die Hand, sodass meine Kaufähigkeit nicht vollends verkümmerte und meine Zähne geschult wurden. Sie leisten mir immer noch sehr gute Dienste und sehen immer noch sehr manierlich aus. Aber ich bin ja auch erst 60 Jahre jung – bei einem avisierten Lebensalter von 150 muss ich meine Kauwerkzeuge ja noch 90 Jahre funktionstüchtig erhalten. Was nicht schwer fallen sollte, denn Wissenschaftler haben entdeckt, dass Zähne tausend Jahre alt werden könnten.
Kauen erhält unsere Zähne gesund – und nicht nur die!
Der Speichel hat vielfältige Aufgaben, er löst alle Speisen (bis auf Fleisch (!) - dafür fehlen uns Enzyme, wie die Fleischesser sie haben) wunderbar auf und verflüssigt sie in rasanter Zeit, sodass man sagen kann, dass die erste Stufe der Verdauung im Munde stattfindet. Der Speichel eines gesunden Menschen mit artgerechter Kost vernichtet auch die schädlichen Bakterien im Mund, sodass das gründliche Kauen auch kariesverhütend wirkt. Der Speichel reinigt die Zähne und neutralisiert zugeführte Säuren. Das könnt Ihr selber ausprobieren. Nehmt ein Stück Zitrone und kaut darauf herum, nach ein paar Kaubewegungen schmeckt sie nicht mehr sauer, sondern angenehm.
Speichel (Saliva) enthält auch viele Mineralsalze, was auch wiederum gut für die Zähne und die Verdauung ist. Ein Kardinalfehler in der Ernährung von Menschen wird also von Anfang an gemacht, wenn Kindern nur (wie uns allen) Musig - Püriertes angeboten wird. Auf das Kauen kommt es an. Und auch das muss man erlernen! Die Aufgabe der Verdauung besteht darin, die mit der Nahrung aufgenommenen Nährstoffe aufzuspalten und somit die Aufnahme der Nährstoffe überhaupt erst optimal zu ermöglichen. Durch den Speichel und das gründliche Kauen wird die Nahrung bereits vorverdaut und das Sättigungsgefühl stellt sich früher ein. Vom Speichel werden täglich ca. 1-1,5 Liter gebildet und in die Mundhöhle abgegeben.Die Verdauung der Kohlenhydrate, die bereits im Mund durch den Speichel beginnt, wird im Magen lediglich fortgesetzt. Der Magen produziert selbst keine kohlenhydratverdauenden Enzyme. Dieses wird durch ein komplexes Zusammenwirken physikalischer, chemischer und enzymatischer Prozesse gewährleistet, wiederum eines dieser Wunderwerke der Natur, die mich zum Staunen bringen, wenn ich mich damit beschäftige. Das kann keine Maschine so perfekt!
Die Wichtigkeit des gründlichen Kauens wurde durch die „Fletscher-Technik“ bekannt
Fletschern (auch Fletchern) ist eine besonders gründliche Kautechnik, die nach Horace Fletcher benannt ist. Auch der Arzt Franz Xaver Mayr war ein Anhänger dieser Methode.Vor einigen Jahren griff der Schauspieler Jürgen Schilling diese Idee in seinem Buch „Kau Dich gesund“ wieder auf.
Aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie:
“Horace Fletcher (* 1849; † 1919), von Beruf eigentlich Kunsthändler, war ein britischer Ernährungsreformer, der das gründliche Kauen der Nahrung zu einem wichtigen gesundheitsfördernden Prinzip erklärte. Von ihm stammt der Ausspruch: „Nature will castigate those who don’t masticate“ („Die Natur wird diejenigen bestrafen, die nicht gründlich kauen“). Fletcher erhielt auf Grund seines nachdrücklichen Einsatzes für die Vorverdauung durch Kauen den Beinamen „The Great Masticator“ („Der große Kauer“). Selbst Flüssigkeiten sollten „gekaut“ und eingespeichelt werden. Da sich Ballaststoffe nicht vollständig durch Kauen verflüssigen lassen, riet Fletcher dazu, auf ballaststoffreiche Lebensmittel zu verzichten.
Fletcher litt einige Zeit unter deutlichem Übergewicht und diversen Beschwerden, ehe er um 1910 seine Kaumethode selbst erprobte, angeblich gesundete und erfolgreich abnahm. Eine Krankenkasse hatte sich wegen seines Übergewichts zuvor geweigert, ihn aufzunehmen.
(Einschub von mir: Victoria und David Wolfe sind auch eher pummelig, was auch nicht gerade inspirierend ist und ich meine dies nicht bös, sondern aufmunternd, denn sie sind ja auch noch nicht so lange dabei und können doch jederzeit, wie wir alle, noch dazulernen!)
Er forderte auch den Verzicht auf Fleisch, Alkohol, Kaffee und Tee. Zu Fletchers Anhängern gehörten Upton Sinclair und John D. Rockefeller. Die Tatsache, dass Fletcher 1919 bereits mit 69 Jahren nach einem Herzschlag starb, reduzierte die Anhängerschaft der Fletscher-Methode deutlich.“
Da zeigt sich wieder die Crux von Halbwahrheiten - er war leider kein Urmethodiker -, und der ganzheitliche Erfolg der Urmethodik, die sich eben nicht auf Halbheiten einlässt, wird wieder einmal deutlich.
Die Technik des Kauens nach Fletcher
Zunächst kleine Bissen nehmen und gut einspeicheln. Erst dann mit den Zähnen mindestens 40 bis 50 Kaubewegungen machen. Der Bissen muss vollständig zu Brei oder ganz flüssig werden. Die Kaubewegungen sollten - zumindest am Anfang - gezählt werden, um eine volle Konzentration aufs Essen zu gewährleisten und Ablenkung zu vermeiden. Ziel ist, bei gehöriger Übung 150 bis 200 Bewegungen zu schaffen, bis der jeweilige Bissen ganz aufgelöst und verflüssigt ist. (Das finde ich persönlich etwas lang!) Wichtig ist dabei: Konzentriert Euch voll auf das Kauen, lasst keine Ablenkungen oder Gespräche zu. Den kommunikativen Teil des Tages sollte man zu anderen Zeiten pflegen. Ernährungsphysiologisch bedeutet das, dass nur Flüssiges in den Verdauungstrakt gelangt und somit dem Magen nur aufbereitete Speisen zugeführt werden, was ihn immens entlastet. Und zwar auf natürlichem Wege – ohne Maschinen.
Und wisst Ihr was? Ich empfinde es als Versündigung gegen die Natur, diese herrlichen Lebensmittel in einen Mixer zu hauen und zur Unkenntlichkeit zu vermatschen:
Und wichtig: Dr. Löckle schreibt „Die Mundverdauung ist der Zündkopf für unser Stoffwechselleben. Kauen macht krankheitsimmun. Die meisten Infektionskrankheiten entstehen durch Bakterien, die in die Mundhöhle gelangen und dort einen günstigen Nährboden finden. So hat man jetzt auch mit Bestimmtheit festgestellt, dass der Anfang des Gelenkrheumatismus meist eine Mandelentzündung ist.“
Und noch ein paar Hintergründe, die interessant sind:
Dr. August von Borosini, der Übersetzer von Fletchers Kau-Studien, schreibt in „Die Esssucht und ihre Bekämpfung“: „Ein Mensch, der fletchert ( also richtig kaut!), vor allem wenn er in seiner Jugend damit anfängt, wird wahrscheinlich eben so wenig Gelenkrheumatismus bekommen als andere Krankheiten, welche dasselbe Einfallstor haben, denn da sein Mundspeichel sehr viel reichlicher abgesondert wird, findet ständig ein Abwaschungsprozess statt, der ein Anhaften von Bakterien an den Rachenwandungen gar nicht gestattet. Außerdem gedeihen Bakterien überhaupt nicht auf gesundem Gewebe. Durch die perfekte Durcharbeitung der Speise im Mund und die darauf folgende vollkommene Verdauung und Assimilierung der Nahrung, ist es Bakterien, die mit der Nahrung in den Verdauungskanal gelangen, nicht möglich, weiter als bis zum Magen zu kommen, wo sie abgetötet werden. Krankheit ist die Verschmutzung unseres Systems“
Ansonsten ist bei rein pflanzlicher Frischkost nicht viel zu bedenken. Alles ist leicht und unkompliziert.
Einfach immer nach Appetit und Gusto speisen, Immer WILDpflanzen zu jeder Mahlzeit essen – und dies nicht zu zimperlich und zu knapp, und nie über das angenehme Sättigungsgefühl hinaus. Dieses wiederum tritt viel schneller ein, wenn alles gründlich mit den Wildpflanzen verkaut wird, weil die Oberfläche des Magens durch den zerkleinerten Brei viel schneller ausgefüllt wird und dadurch schneller das Sättigungssignal auslöst. Auch so hütet man sich vor dem Überessen, welches zu unliebsamer Gewichtszunahme führt. s.o.!
Fazit: Der Mensch hat - im Gegensatz zu fleischfressenden Tieren - gut ausgebildete Speicheldrüsen. Der Speichel des Pflanzenessers Mensch hat vielfältige Aufgaben, er löst alle Speisen wunderbar auf und verflüssigt sie in rasanter Zeit, sodass die erste und wichtigste Stufe der Verdauung im Munde stattfindet. Fleischesser hingegen verschlingen ihre Beute, sie haben weniger Speichelbildung, dafür viel mehr Magensäure, die bei Fleischfressern sehr viel Salzsäure enthält um das Fleisch zu verdauen und die bei uns Menschen etwa zehnmal geringer konzentriert ist. Denkt selber weiter und erkennt den entscheidenden Unterschied zwischen dem Pflanzenesser Mensch und einem fleischfressenden Tier.
Literatur:
• Franz Konz: Der große Gesundheits-Konz
• Horace Fletcher: Fletcherism: What it is or How I became young at sixty (1913)
• Jürgen Schilling: Kau dich gesund!
• August von Borosini: Die Esssucht und ihre Bekämpfung
Frederic Patenaudes Blog
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Ja, wir optimistischen Urmethodiker machen den Unterschied als Weltverbesserer!
… weil die Menschen, die verrückt genug sind zu denken, sie könnten die Welt verändern, die sind, die es tun! (frei nach “Think different”)
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Speziezismus
21.1.2012 von Brigitte Rondholz.
Das Irrationale und Skandalöse, Verbrecherische und Verwerfliche an Sexismus, Rassismus und Speziezismus ist, daß als Kriterium für moralische Bewertung und für die daraus unzulässig gefolgerte „Berechtigung“ zu einer diskriminierenden Behandlung und ihrer vermeintlichen „Rechtfertigung“ willkürlich solche Eigenschaften herangezogen werden, die dafür völlig irrelevant sind: Geschlecht, Hautfarbe und Art.”
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